Open Source Browser Engine: Bei Servo soll es wieder vorangehen

Um die Browser Engine Servo(öffnet im neuen Fenster) war es ruhig geworden. Seit dem letzten Lebenszeichen aus dem Projekt, wonach man das Mozilla-Dach verlassen und ein neues Heim bei der Linux Foundation gefunden habe, gab es nichts Neues. Kein Wunder, Mozilla hatte im Rahmen von Einsparungsmaßnahmen dem kompletten Servo-Entwicklungsteam gekündigt, somit gab es keine Vollzeitentwickler mehr. Nun wurde für 2023 angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , die Entwicklung dank externer finanzieller Unterstützung endlich wieder anschieben zu können.
Servo ist eine experimentelle Browser-Engine, die in Rust geschrieben ist und dadurch Vorteile bei Parallelisierung und Speichersicherheit mitbringt. Das 2012 gestartete Vorhaben war immer schon ein Forschungsprojekt, vieles in Servo Entwickelte ist über Quantum in der Firefox-Engine Gecko gelandet. Vor der Veröffentlichung der Firefox Reality Browser im Jahr 2020, war Servo selbst als Engine in zwei Augmented Reality Browsern verwendet worden.
CSS2-Layout soll zum Laufen gebracht werden
Die Ankündigung, woran man im Projekt arbeiten will, ist knapp geraten. "Der Fokus für 2023 liegt auf der Verbesserung des Layoutsystems in Servo, mit dem anfänglichen Ziel, das grundlegende CSS2-Layout zum Laufen zu bringen." Auf Weiteres darf man gespannt sein. "Angesichts der erneuten Aktivitäten werden wir Sie das ganze Jahr über mit Updates versorgen. Bleiben Sie dran!" , heißt es.
Nicht bekanntgegeben wurde, wie die neuerliche Finanzierung zustande gekommen ist. Es fehlen auch Informationen, ob es schon eine konkrete Browser-Engine gibt; für die sind die erwarteten Forschungsentwicklungsergebnisse eigentlich bestimmt.