Aweigh ruhte

Das US-Satellitennavigationssystem GPS etwa garantiert beim Standardsignal eine Ortung auf unter acht Meter. Der offene Dienst des europäischen Systems Galileo mit seinem auf zwei Frequenzen ausgestrahlten Signal ist bis auf ein bis zwei Meter genau.

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Da können die Aweigh-Entwickler nicht mithalten: Damit lasse sich die eigene Position auf etwa einen Kilometer genau bestimmen. Das sei natürlich nicht so exakt wie die ganzen Navigationsplattformen, sagt Lee. Aber Aweigh sei schließlich noch in einem sehr frühen Stadium. Und: "Wir haben erst ein paar Monate an dem Projekt gearbeitet." In den vergangenen Monaten hatten sie es ruhen lassen, weil sie sich auf ihre Abschlussprüfungen vorbereiten mussten.

Da diese jetzt vorbei sind, können sie sich wieder ihrem System widmen. Sie wollen einiges an der Hardware machen, um die Genauigkeit zu verbessern. "Wir wären zumindest zu Anfang glücklich mit wenigen Hundert Metern", sagt Lee. "200 Meter wären toll."

Eine weitere Einschränkung sind Ort und Zeit der Nutzung. "Im Moment empfehlen wir eine freie Sicht zum Himmel", erklärt Lee. "Es funktioniert auch nur bei Tag." Im Wald dürfte der Nutzer damit verloren sein. Unter Bäumen oder in Straßenschluchten sei der GPS-Empfang unter Umständen ebenfalls eingeschränkt. Technisch sei Aweigh auch für den Einsatz bei Nacht geeignet - dann würden andere Himmelskörper anvisiert, etwa der Polarstern. Das sei wegen der vielen Lichtquellen und der Lichtverschmutzung deutlich schwieriger.

  • Das Navigationsgerät Aweigh ist dezentral und transparent. (Bild: Aweigh)
  • Als Inspiration dienten der Sextant und die Augen von Ameisen. (Bild: Aweigh)
  • Das System erfasst den Stand der Sonne und errechnet daraus die Position. (Bild: Aweigh)
  • Aweigh ist ein Bausatz, ... (Bild: Aweigh)
  • ... der unter anderem den Raspberry Pi umfasst. (Bild: Aweigh)
  • Das System ist Open Source. Wer kann und möchte, kann es sebst nachbauen. (Bild: Aweigh)
  • Seid kreativ: Nutzer sollen eigene Gehäuse entwerfen. (Bild: Aweigh)
  • Die Entwickler sehen viele verschiedene Anwendungen für ihr System. (Bild: Aweigh)
Das System erfasst den Stand der Sonne und errechnet daraus die Position. (Bild: Aweigh)
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Allerdings, schränkt Lee ein, sei es auch nicht der Sinn von Aweigh, so genaue Positionsbestimmungen wie beispielsweise GPS zu liefern. "Der Zweck des Systems ist, ein dezentralisiertes, transparentes Navigationssystem bereitzustellen." Nutzer in aller Welt seien immer mehr abhängig von Diensten, die von großen Plattformen angeboten würden. Die Nutzer verstünden nicht, wie die Dienste funktionierten. Entsprechend hätten sie keine Kontrolle darüber und auch nicht darüber, welche Daten erfasst würden.

Navigation sei dafür nur ein Beispiel - aber möglicherweise das beste.

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 Open Source: Aweigh navigiert nach der Sonne und gegen GPSGegen die Abhängigkeit von zentralen Diensten 
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pehy 30. Jun 2019

Ich habe die Sache jetzt noch nicht komplett gelesen und verstanden. Ist das ein System...

plutoniumsulfat 29. Jun 2019

Wie weit läufst du im Krieg, dass du die nicht mehr wiederfinden könntest?

plutoniumsulfat 29. Jun 2019

Hmm, so viel weiter wäre das auch nicht gewesen, wir reden whier von knapp 25...

Oktavian 29. Jun 2019

Kompliziert ist es, weil es relativ viele Einflussfaktoren gibt. Die Position der Sonne...

KlugKacka 29. Jun 2019

Frag die Gelbwesten :P



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