Open Source: Audacity verzichtet auf Google-Telemetrie

Nach Widerstand ändern die Macher des Open-Source-Audio-Editors Audacity nun doch ihre Pläne und setzen auf simple Fehlermeldungen.

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Mit Audacity lassen sich Audioaufnahmen selbst bearbeiten.
Mit Audacity lassen sich Audioaufnahmen selbst bearbeiten. (Bild: Pixabay)

Das Entwicklungsteam des freien Audio-Editors Audacity will die vorgeschlagene Integration der Telemetrie-Dienste von Google und Yandex nicht umzusetzen. Das geht aus einem entsprechenden Diskussionsbeitrag im Github-Projekt von Audacity hervor. Das Team reagiert damit direkt auf die massive und teils sehr harsch formulierte Kritik an den ursprünglichen Plänen.

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Der Vorschlag, Audacity um die Telemetrie-Funktionen zu erweitern, hatte zuletzt mehr als 4.000 negative Bewertungen. Hinzu kamen zahlreiche Kommentare zu der Code-Änderung, in denen oft grundsätzliche Kritik daran geübt wurde, dass eine freie Software wie Audacity um Tracking-Funktionen kommerzieller Unternehmen wie Google erweitert wird. Eine ähnliche Debatte führte die Community vor Jahren um den Amazon-Launcher in Ubuntu.

Für das Audacity-Team schreibt nun Martin Keary alias Tantacrul, die ganze Debatte sei "ein schlechter Kommunikations- und Koordinationsfehler, der uns völlig überrascht hat", gewesen. Eigentlich habe das Team geplant, die Funktion zunächst im Audacity-Forum anzukündigen. Zusammen mit dem neuen Eigner von Audacity, der Muse Group, habe Keary nun versucht, eine Lösung zu finden, die die Bedürfnisse der Community ebenso erfüllt wie die der Audacity-Entwickler.

Fehlerberichte und Updater kommen

"Zunächst muss betont werden, dass wir absolut kein Interesse daran haben, personenbezogene Daten zu sammeln oder zu verkaufen, und dass Audacity immer kostenlos und Open Source sein wird", verspricht Keary. Statt auf Google und Yandex zu setzen, will das Team künftig auf eigenes Hosting setzen.

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Das Team plant, einen einfachen Dialog zur Fehlermeldung umsetzen. Besonders interessiert seien die Beteiligten hier an SQLite-Fehlern, Abstürzen und einer Ausnahmebehandlung (Exception), die nicht zu einem Absturz geführt hat. Nutzer von Audacity sollen die Möglichkeit haben, den kompletten Fehlerbericht einzusehen, bevor dieser versendet wird.

Tolle Technik-Deals und viele weitere Schnäppchen

Zu Audacity hinzukommen soll außerdem eine Routine, die die Server des Teams für ein mögliches Update der Anwendung abfragt und entsprechend darüber informiert. Die Funktion soll über eine Einstellungsoption deaktiviert werden können.

Die beiden genannten Neuerungen, also die Update-Routine sowie die Möglichkeit zur Fehlermeldung, werden bereits seit längerem ohne viel Kritik in einigen Open-Source-Anwendungen verwendet. Das Audacity-Team weist darüber hinaus darauf hin, dass diese Ankündigungen nur für die eigenen Veröffentlichungen gelten. Für eigenen Builds, wie diese etwa von Linux-Distributionen verteilt werden, sollen die Funktionen beim Bauen der Software abgeschaltet werden können.

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    Von Stephan Skrobisch

Stepinsky 17. Mai 2021 / Themenstart

Welches bekannte Open Source Projekt vertrittst du nochmal? Du arbeitest sicher an was...

Seitan-Sushi-Fan 17. Mai 2021 / Themenstart

Guter Rat ist halt teuer!

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