Open Source: Audacity-Macher überarbeiten strittige Datenschutzrichtlinie

Die erste Version der Datenschutzrichtlinie der Audacity-Macher sei missverständlich gewesen. Nun gibt es eine Entschuldigung und neue Regeln.

Artikel veröffentlicht am ,
Mit Audacity lassen sich Audioaufnahmen bearbeiten.
Mit Audacity lassen sich Audioaufnahmen bearbeiten. (Bild: Pixabay)

Die neuen Eigner des freien Audio-Editors Audacity, die Muse Group, haben ihre Datenschutzrichtlinie erneut überarbeitet. Damit reagieren die Verantwortlichen direkt auf die zahlreich geäußerte Kritik zu einer vorhergehenden Version, die das Team erst vor wenigen Wochen veröffentlicht hatte. Viele Community-Mitglieder lehnten die neue Richtlinie als viel zu weitgehend ab, was nun geändert wurde.

Stellenmarkt
  1. Senior Systemadministrator Linux / DevOps Engineer (m/w/d)
    CipSoft GmbH, Regensburg
  2. IT-Systemadministrator (m/w/d)
    VÖB-Service GmbH, Bonn
Detailsuche

So war ursprünglich vorgesehen, persönliche Daten der Nutzer, insbesondere die genutzten IP-Adressen, zu sammeln - auch, damit diese Informationen an Dritte verkauft werden könnten. Laut der angekündigten Änderung sollen diese künftig weder gespeichert noch mit anderen geteilt werden.

Technisch will das Team außerdem dafür sorgen, dass die IP-Adressen der Nutzer entweder erst verkürzt und dann als Hash vorgehalten oder direkt wieder gelöscht werden, nachdem sie für eine technische Kommunikation genutzt worden sind.

Audacity soll keine Daten sammeln

Darüber hinaus bekräftigt das Team nun, dass keinerlei zusätzliche Informationen gesammelt werden sollen, insbesondere nicht zu Zwecken der Strafverfolgung. Den zuvor genutzten Passus in der Richtlinie hat das Team entfernt, um "Verwirrung" zu vermeiden.

Golem Akademie
  1. Linux-Systemadministration Grundlagen
    25.-29 Oktober 2021, online
  2. Linux-Systeme absichern und härten
    8.-10. November 2021, online
  3. Linux-Shellprogrammierung
    2.-5. November 2021, online
Weitere IT-Trainings

Ebenso wird aber darauf hingewiesen, dass der Anbieter der Software - wie alle Unternehmen - unter Umständen von Gerichten dazu gezwungen werden könnte, mit Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten zu müssen. Die von Audacity eingesetzte Anonymisierung und der weitgehende Verzicht auf eine Datenerhebung führe jedoch diesbezüglich ohnehin dazu, dass die Daten nur von sehr geringem Nutzen seien, betonen die Verantwortlichen.

Hacking & Security: Das umfassende Handbuch. 2. aktualisierte Auflage des IT-Standardwerks (Deutsch) Gebundene Ausgabe

Außerdem hat das Team eine Regel entfernt, die Kinder unter 13 Jahren davon abhalten sollte, Audacity zu nutzen. Diese sei nur aus Versehen in der ersten Version der Richtlinien gelandet und nach Rücksprache mit den eigenen Anwälten für nicht mehr notwendig befunden worden.

Im Gegensatz zu einigen vorhergehenden Änderungen und Ankündigungen durch die Muse Group für Audacity, die zahlreiche negative Kommentare der Community verursacht haben, sind die Reaktion zu der nun überarbeiteten Datenschutzrichtlinie eher gemischt und verhalten. Dem Team wird unter anderem vorgeworfen, für die Änderungen schlicht zu lange gebraucht zu haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bitkom
Kritik an EU-Vorgehen für einheitliche Ladebuchsen

Die EU-Kommission will einheitliche Ladebuchsen an Elektrogeräten wie Handys und Tablets. Der Bitkom fürchtet mehr Elektroschrott.

Bitkom: Kritik an EU-Vorgehen für einheitliche Ladebuchsen
Artikel
  1. Elektromobilität: BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden
    Elektromobilität
    BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden

    Reichweite ist für BMW wichtig, aber nicht am wichtigsten. Eine Rekordjagd nach immer mehr Kilometern sehen die Entwickler nicht vor.

  2. Smartwatch: Apple Watch Series 7 mit unbekanntem 60,5-GHz-Datentransfer
    Smartwatch
    Apple Watch Series 7 mit unbekanntem 60,5-GHz-Datentransfer

    Die Apple Watch Series 7 beherrscht einen bisher unbekannten Funk-Datentransfermodus. Das zeigen Anmeldeunterlagen in den USA.

  3. Mit Kotlin robusteren Code schreiben lernen
     
    Mit Kotlin robusteren Code schreiben lernen

    Auf der Java Virtual Machine ist Kotlin nach Java die beliebteste Programmiersprache. Die Golem Akademie zeigt, wie man mit Kotlin robusteren Code schreiben kann.
    Sponsored Post von Golem Akademie

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 27" WQHD 144Hz 260,91€ • Alternate-Deals (u. a. Acer Nitro 27" FHD 159,90€) • Neuer Kindle Paperwhite Signature Edition vorbestellbar 189,99€ • Black Week bei NBB: Bis 50% Rabatt (u. a. MSI 31,5" Curved WQHD 165Hz 350€) • PS5 Digital mit FIFA 22 bei o2 bestellbar [Werbung]
    •  /