Open Source: Audacity-Macher überarbeiten strittige Datenschutzrichtlinie

Die erste Version der Datenschutzrichtlinie der Audacity-Macher sei missverständlich gewesen. Nun gibt es eine Entschuldigung und neue Regeln.

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Mit Audacity lassen sich Audioaufnahmen bearbeiten.
Mit Audacity lassen sich Audioaufnahmen bearbeiten. (Bild: Pixabay)

Die neuen Eigner des freien Audio-Editors Audacity, die Muse Group, haben ihre Datenschutzrichtlinie erneut überarbeitet. Damit reagieren die Verantwortlichen direkt auf die zahlreich geäußerte Kritik zu einer vorhergehenden Version, die das Team erst vor wenigen Wochen veröffentlicht hatte. Viele Community-Mitglieder lehnten die neue Richtlinie als viel zu weitgehend ab, was nun geändert wurde.

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So war ursprünglich vorgesehen, persönliche Daten der Nutzer, insbesondere die genutzten IP-Adressen, zu sammeln - auch, damit diese Informationen an Dritte verkauft werden könnten. Laut der angekündigten Änderung sollen diese künftig weder gespeichert noch mit anderen geteilt werden.

Technisch will das Team außerdem dafür sorgen, dass die IP-Adressen der Nutzer entweder erst verkürzt und dann als Hash vorgehalten oder direkt wieder gelöscht werden, nachdem sie für eine technische Kommunikation genutzt worden sind.

Audacity soll keine Daten sammeln

Darüber hinaus bekräftigt das Team nun, dass keinerlei zusätzliche Informationen gesammelt werden sollen, insbesondere nicht zu Zwecken der Strafverfolgung. Den zuvor genutzten Passus in der Richtlinie hat das Team entfernt, um "Verwirrung" zu vermeiden.

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Ebenso wird aber darauf hingewiesen, dass der Anbieter der Software - wie alle Unternehmen - unter Umständen von Gerichten dazu gezwungen werden könnte, mit Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten zu müssen. Die von Audacity eingesetzte Anonymisierung und der weitgehende Verzicht auf eine Datenerhebung führe jedoch diesbezüglich ohnehin dazu, dass die Daten nur von sehr geringem Nutzen seien, betonen die Verantwortlichen.

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Außerdem hat das Team eine Regel entfernt, die Kinder unter 13 Jahren davon abhalten sollte, Audacity zu nutzen. Diese sei nur aus Versehen in der ersten Version der Richtlinien gelandet und nach Rücksprache mit den eigenen Anwälten für nicht mehr notwendig befunden worden.

Im Gegensatz zu einigen vorhergehenden Änderungen und Ankündigungen durch die Muse Group für Audacity, die zahlreiche negative Kommentare der Community verursacht haben, sind die Reaktion zu der nun überarbeiteten Datenschutzrichtlinie eher gemischt und verhalten. Dem Team wird unter anderem vorgeworfen, für die Änderungen schlicht zu lange gebraucht zu haben.

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