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Open Source: Abhängigkeit von Microsoft soll reduziert werden

Angeregt durch die Open Source Business Alliance (OSBA) will das BMI die Abhängigkeit von einzelnen Software-Anbietern reduzieren.
/ Mike Faust
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Verwaltungen sollen ihre Abhängigkeit von Microsoft verringern. (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)
Verwaltungen sollen ihre Abhängigkeit von Microsoft verringern. Bild: Gerd Altmann/Pixabay

In einem am 01. Juli 2021 veröffentlichten Positionspapier(öffnet im neuen Fenster) regte die Open Source Business Alliance (OSBA) an, dass sich die Bundesregierung intensiv mit der Abhängigkeit von großen Softwareanbietern auseinandersetzen sollte. Anlass dazu liefert zum Beispiel die Aussage von Microsoft gegenüber der Bundesverwaltung, dass Produkte des Unternehmens von Verwaltungen ab dem Jahr 2025 nur noch als entsprechende Cloud-Software nutzbar sein werden.

In einem Pilotprojekt zum Einsatz von Microsoft 365 an Schulen in Baden-Württemberg wurde das Cloud-basierte Office vom dortigen Datenschutzbeauftragten bereits wegen eines nicht akzeptablen Risikos als ungeeignet bewertet . Dies würde laut OSBA zukünftig auch circa 300.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes im Bund und weitaus mehr Angestellte im Bereich der Landes- und Kommunalverwaltungen betreffen. Diesem Umstand sollte daher durch Investitionen in Open-Source-Software entgegengetreten werden.

Zentrum für Digitale Souveränität als Bindeglied

Nach einer Anfrage von Heise online(öffnet im neuen Fenster) äußerte sich das Bundesinnenministerium (BMI) nun zu den Forderungen der OSBA. Basierend auf der Strategie zur Stärkung der Digitalen Souveränität für die IT der Öffentlichen Verwaltung würden Bund und Länder bereits Lösungsansätze und Maßnahme erarbeiten und umsetzen.

Mit dem geplanten Aufbau eines Zentrums für Digitale Souveränität soll laut BMI das Angebot "leistungsfähiger und skalierbarer Open-Source-Alternativlösungen" sichergestellt werden. Als Bindeglied zwischen den Anforderungen und Anregungen aus der öffentlichen Verwaltung und der Open-Source-Community soll es zudem entsprechende Projekte fördern.

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In Zukunft soll das Zentrum für Digitale Souveränität außerdem die Pflege einer Open-Source-Plattform für öffentliche Verwaltungen übernehmen. Die Einrichtung dieser Plattform wurde im Dritten Nationalen Aktionsplan 2021-2023(öffnet im neuen Fenster) beschlossen. Für eine Vernetzung der öffentlichen Verwaltung mit der Startup-Szene wurde zudem bereits Ende Juni 2021 der Govtech Campus Deutschland(öffnet im neuen Fenster) gegründet.


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