Open Routing: Facebook gibt interne Plattform für Backbone-Routing frei

Facebook hat seine Netzwerk-Routing-Plattform Open/R unter eine freie Lizenz gestellt und auf Github veröffentlicht. Das Unternehmen nutzt Open/R selbst in seinen eigenen Backbone-Netzen und hat die Software zunächst für urbanes GBit-Wi-Fi erstellt.

Artikel veröffentlicht am , Ulrich Bantle/Linux Magazin/
Open/R ist ursprünglich für innerstädtische Netze erstellt worden.
Open/R ist ursprünglich für innerstädtische Netze erstellt worden. (Bild: Facebook)

Die "erweiterbare Netzwerk-Routing-Plattform" Open/R, kurz für Open Routing, von Facebook ist als Open-Source-Software verfügbar. Die Software wird von Facebook selbst in seinem eigenen Glasfaser-Backbone sowie in den Netzwerken seiner Rechenzentren verwendet. Mit der Plattform, so teilt das Unternehmen in einem ausführlichen Blogbeitrag mit, sollen diverse Netzwerktopologien unterstützt werden. Dazu gehören WANs und drahtlose Mesh-Netze sowie sogenannte Fabrics.

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Darüber hinaus kann die Plattform auf einer Vielzahl von kombinierten Hardware- und Software-Systemen eingesetzt werden, wie etwa Juniper JunOS, Arita EOS, dem üblichen Linux Routing und Facebooks Open Switching System (FBOSS). FBOSS ist ein eigens von Facebook modifiziertes und intern genutztes Linux-System, das in Verbindung mit den ebenfalls hauseigenen 100-GbE-Wedge-Switches in den Rechenzentren des Unternehmens genutzt wird.

Facebook will mit den Routing-Fähigkeiten von Open/R der wachsenden Komplexität von Netzwerken begegnen. Traditionelle Routing-Protokolle seien in den vergangenen 30 Jahren zwar ausreichend gewesen. Mit den wachsenden Zahlen von Nutzern, die online sind und dort unterschiedliche Inhalte abrufen, habe sich das jedoch geändert. Es bestehe jetzt die Notwendigkeit, schnell auf neue Anforderungen zu reagieren, seien es Erweiterungen der genutzten Protokolle oder gar neue Protokolle.

Ursprünglich erstellt worden ist Open/R für das Terragraph-Projekt, das eine Machbarkeitsstudie für ein urbanes GBit-Wi-Fi darstellte. Aus Terragraph ist eine Kooperation mit der Telekom hervorgegangen. Pläne, Open/R als freie Software zu veröffentlichen, bestehen bei Facebook schon seit Längerem. Das Unternehmen hatte sich aber aber dazu entschieden, die Software vor der Freigabe noch weiterzuentwickeln. Als Lizenz für Open/R hat Facebook die MIT-License gewählt, der Quellcode steht auf Github bereit. Dort finden sich auch einige Beispiele, die aufzeigen, wie sich Open/R einsetzen lässt.

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