Open RAN: Alle 1&1-Mobilfunkkunden kommen ins neue Netz

Erstmals legt 1&1 United Internet ausführlich offen, wie sein eigenes Mobilfunknetz aussehen soll und warum es komplett anders sein wird.

Artikel veröffentlicht am ,
Michael Martin, Chef von Drillisch Netz 1&1 Telecommunication
Michael Martin, Chef von Drillisch Netz 1&1 Telecommunication (Bild: VATM/Screenshot: Golem.de)

1&1 will seine über 10,8 Millionen Mobilfunkkunden in das künftige eigene Netz überführen. Das erklärte Michael Martin, Chef von Drillisch Netz 1&1 Telecommunication, am 27. Oktober 2021 während der 5GMasters-Veranstaltung der Branchenorganisation VATM. Dabei will der neue Netzbetreiber aber nichts überstürzen.

Stellenmarkt
  1. Keyuser SAP HCM Zeitwirtschaft (w/m/d)
    Schwarz Produktion Stiftung & Co. KG, Weißenfels, Raum Halle/Leipzig
  2. ABAP-Entwickler/SAP-Speziali- st (m/w/d)
    Schoeller Technocell GmbH & Co. KG, Osnabrück
Detailsuche

"Erst wenn wir eine relevante Zahl an Sites überschreiten, werden die Kunden migriert. Erst müssen wir eine zusammenhängende Coverage aufbauen, dann können wir die Kunden von Telefónica migrieren", sagte Martin.

Laut den gültigen Vorgaben der Bundesnetzagentur muss 1&1 im 3,6-GHz-Frequenzbereich bis Ende 2025 mindestens 25 Prozent der Haushalte mit 5G versorgen, das sind in jedem Fall mehrere Tausend Standorte. 1.000 Standorte müssen aber bereits bis Ende des Jahres 2022 in Betrieb sein, je Bundesland proportional umgelegt.

"Wir wollen deutlich schneller werden, als die Auflagen es vorschreiben", betonte Martin. "Und die Kunden bringen wir bereits mit." 1&1 Drillisch hatte bei der 5G-Frequenzauktion der Bundesnetzagentur Frequenzblöcke für 1,07 Milliarden Euro ersteigert. Drillisch erhielt 2 x 10 MHz bei 2 GHz und 50 MHz im Bereich 3,6 GHz.

1&1 sprach mit ZTE, Ericsson und Nokia

Golem Akademie
  1. Einführung in die Programmierung mit Rust: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    21.–25. März 2022, Virtuell
  2. PowerShell Praxisworkshop: virtueller Vier-Tage-Workshop
    20.–23. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Dabei hat 1&1 erst einmal nur vor, Makroantennen zu errichten. "Eine Small-Cell-Strategie müssen wir uns erst zurechtlegen", gab Martin, der zuvor für Sunrise in der Schweiz gearbeitet hat, auf Nachfrage zu. Sunrise arbeitet sehr eng mit dem Ausrüster Huawei zusammen.

1&1 wird sein Mobilfunknetz von dem japanischen Open-RAN-Netzbetreiber Rakuten aufbauen lassen. Rakuten ist Generalunternehmer für das 1&1-Mobilfunknetz. Martin sagte: "Wir haben zuvor Gespräche mit den herkömmlichen Vendoren geführt, mit ZTE, Nokia und Ericsson." Rakuten habe die Verantwortung für den kompletten Aufbau und die Planung. Fronthaul, Midhaul, Backhaul werden über die Schwestergesellschaft 1&1 Versatel realisiert.

Open RAN bedeutet Cloud, virtualisierte Netzwerkelemente, einfache Standard-Hardware und standardisierte Schnittstellen. Auf proprietäre, hochentwickelte Chips und Software der etablierten Netzausrüster muss damit verzichtet werden.

Martin betonte, dass die Netzwerkfunktionen auf Standardhardware laufen. "Das ist ein neuer Ansatz den es so in Europa in der Größe noch nicht gibt." Zugleich plane man keine einfache Wiederholung des Netze von Rakuten in Japan. "Wir bauen Rakuten 2.0 in Deutschland und wollen deren Fehler nicht wiederholen", sagte Martin.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Feldversuch E-Mobility-Chaussee
So schnell bringen E-Autos das Stromnetz ans Limit

Das Laden von Elektroautos stellt Netzbetreiber auf dem Land vor besondere Herausforderungen. Ein Pilotprojekt hat verschiedene Lösungen getestet.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

Feldversuch E-Mobility-Chaussee: So schnell bringen E-Autos das Stromnetz ans Limit
Artikel
  1. Geforce Now (RTX 3080) im Test: 1440p120 mit Raytracing aus der Cloud
    Geforce Now (RTX 3080) im Test
    1440p120 mit Raytracing aus der Cloud

    Höhere Auflösung, mehr Bilder pro Sekunde, kürzere Latenzen: Geforce Now mit virtueller Geforce RTX 3080 ist Cloud-Gaming par excellence.
    Ein Test von Marc Sauter

  2. Encrochat-Hack: Damit würde man keinen Geschwindigkeitsverstoß verurteilen
    Encrochat-Hack
    "Damit würde man keinen Geschwindigkeitsverstoß verurteilen"

    Der Anwalt Johannes Eisenberg hat sich die Daten aus dem Encrochat-Hack genauer angesehen und viel Merkwürdiges entdeckt.
    Ein Interview von Moritz Tremmel

  3. SpaceX: Starlink testet Satelliteninternet in Flugzeugen
    SpaceX
    Starlink testet Satelliteninternet in Flugzeugen

    Bald dürften mehrere Flugesellschaften Starlink-Service anbieten. Laut einem Manager soll es so schnell wie möglich gehen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Gaming-Monitore zu Bestpreisen (u. a. Samsung G9 49" 32:9 Curved QLED 240Hz 1.149€) • Spiele günstiger: PC, PS5, Xbox, Switch • Zurück in die Zukunft Trilogie 4K 31,97€ • be quiet 750W-PC-Netzteil 87,90€ • Cambridge Audio Melomonia Touch 89,95€ • Gaming-Stühle zu Bestpreisen [Werbung]
    •  /