Community ist alles

Auch hier lohnt ein Blick zu RISC-V. Der Befehlssatz wurde früh von führenden IT-Unternehmen unterstützt. Und schnell sammelte sich eine große Community rund um die neue Architektur, die eben nicht nur aus Industriegrößen wie Samsung, Western Digital oder Google besteht, sondern gleichberechtigt auch viele kleine und mittelständische Unternehmen integriert, die eigene, simple CPUs samt Erweiterungen erstellen.

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Das ist wohl vor allem der RISC-V Foundation zu verdanken, die sich als Dachorganisation nicht nur um die Weiterentwicklung der Spezifikation kümmert, sondern ganz klar um Community-Aktivitäten. Dazu gehören auch verhältnismäßig kleine Roadshows in vielen verschiedenen Ländern, die dazu dienen sollen, Interessierte zusammenzubringen.

Die Power-ISA verfügt bereits seit Jahren über eine eigene Community, die in der Open Power Foundation organisiert ist. In dieser finden sich neben größeren und kleineren IT-Unternehmen auch verschiedene Universitäten, ähnlich wie bei RISC-V.

Was der Open-Power-Community aber noch fehlt, sind die vielen Unternehmen, die in der Lage sind, auch in kleinen Stückzahlen eigene CPUs für eigene kleine Projekt zu erstellen. Dass dem noch so ist, liegt wohl schlicht an der noch nicht vollständig gelösten Situation rund um die Lizenzierung der Power-ISA.

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Zwar hat IBM angekündigt, den Befehlssatz komplett zu öffnen und auch Patentlizenzen dafür zu erteilen, wie genau das erfolgen soll, steht aber zumindest derzeit noch nicht offiziell fest. Und die Zeit drängt, um vor allem in dem Segment erfolgreich zu sein, in dem RISC-V bereits Fuß gefasst hat.

Allerdings ist die Open Power Foundation in dem Bereich bereits gut aufgestellt. Es gibt wie erwähnt viele Mitglieder, erfolgreich praktizierte Projektrichtlinien und auch jetzt schon eine Trademark-Lizenz. All das auf auch den eigentlichen Befehlssatz zu erweitern, sollte kein größeres Problem darstellen.

Die Community kann auch Hardware

Und um zurück zur eigentlichen Hardware und Technik zu kommen: Auch hier zeigt sich, dass die Open Power Foundation und ihre Mitglieder bereits gut aufgestellt sind. Besonders hervorzuheben sind hier vor allem die aus Open Power heraus entstandenen offenen Standards für Peripherie-Schnittstellen wie etwa OpenCAPI, das etwa als Ersatz für PCIe dienen kann.

Schließlich hat die Open Power Foundation auch schon gute Kontakte zur Chips Alliance geknüpft. Mit dieser hat sich aus der RISC-V-Commmunity heraus bereits eine Gemeinschaft gebildet, die ihre Kerne und Designs unter Apache-v2-Lizenz bereitstellt. Innerhalb dieser Gemeinschaft könnten dann künftig zusätzlich zu RISC-V-CPUs vielleicht auch neue Power-CPU designt werden.

Diese wiederum könnten dann weitere Community-Mitglieder genau wie die RISC-V-Designs schnell und einfach selbst einsetzen und adaptieren. Sollten sich IBM oder auch andere Unternehmen dazu entscheiden, ihre bereits existierenden älteren Design in der Chips Alliance offenzulegen, könnte das der Power-ISA eine sehr wichtige und notwendige Starthilfe bieten.

Ähnliche Überlegungen ließen sich auch für die europäische Supercomputer-Initiative anstellen, die bisher noch mit der RISC-V-ISA liebäugelt. Diese müsste sich aber erst einmal in dem Bereich des High-Performance-Computing (HPC) beweisen. Die Power-ISA hat das schon. Ob und inwiefern aber all diese Überlegungen und Möglichkeiten tatsächlich so kommen werden, wird sich wohl im Verlauf dieses Jahres zeigen. Und damit auch die Zukunft von Power.

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 Offener Konkurrenzkampf zu RISC-V
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