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Open Government: Jimmy Wales berät britische Beamte

Die britische Regierung hat einen Prominenten als Technologieberater engagiert: Wikipedia -Gründer Jimmy Wales soll bei der Durchführung von Open-Government-Projekten helfen.
/ Werner Pluta
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Ohne Bezahlung: Jimmy Wales wird britische Regierung beraten. (Bild: Stephane Mahe/Reuters)
Ohne Bezahlung: Jimmy Wales wird britische Regierung beraten. Bild: Stephane Mahe/Reuters

Die konservative britische Regierung um Premierminister David Cameron hat Jimmy Wales, Gründer der Onlineenzyklopädie Wikipedia, engagiert. Das hat Rohan Silva, ein Berater von Cameron, auf der Konferenz South by Southwest(öffnet im neuen Fenster) (SXSW) angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , die derzeit in Austin im US-Bundesstaat Texas stattfindet.

Wales solle die Regierung in puncto Transparenz beraten, berichtet die britische Tageszeitung Daily Telegraph(öffnet im neuen Fenster) . Er solle Beamte in den Ministerien bei Technologieprojekten unterstützen, sagte ein namentlich nicht genannter Informant aus dem Umfeld der Regierung der Zeitung.

Mehr Bürgerbeteiligung

Ziel sei zum einen, mit Hilfe von Internetprojekten die Bürger zu mehr Beteiligung zu bewegen, zum anderen die Regierungsgeschäfte transparenter zu machen. Die Verpflichtung Wales' ist Teil der britischen Open-Government-Initiative.

Was genau Wales dazu betragen soll, ist noch unklar. Er ist auch nicht der einzige - die Regierung hat eine Reihe von Beratern berufen. Die britischen Steuerzahler werden dadurch jedoch keinen Nachteil haben: Die Berater werden unentgeltlich tätig sein.

Cameron lässt crowdsourcen

In seinem SXSW-Vortrag Open Source Government, Enterprise and Innovation(öffnet im neuen Fenster) berichtete Silva von verschiedenen Crowdsourcing-Projekten der britischen Regierung wie dem Comprehensive Spending Review(öffnet im neuen Fenster) oder der Red Tape Challenge(öffnet im neuen Fenster) .

Bei Letzterer waren britischen Bürger aufgefordert, unnütze Regeln zu benennen. Mehrere hundert wurden daraufhin abgeschafft. Im Rahmen des Comprehensive Spending Review sollten 200.000 Mitarbeiter im öffentlichen Dienst auf unnötige Ausgaben hinweisen. Ziel der Regierung Cameron sei, Politik mit Hilfe von neuer Technik umzugestalten, erklärte Silva.


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