Abo
  • Services:
Anzeige
Der Blogger Vorsprach wollte für Alt Lostau hochauflösendes Kartenmaterial zur aktuellen Flutkatastrophe und sollte dafür zahlen.
Der Blogger Vorsprach wollte für Alt Lostau hochauflösendes Kartenmaterial zur aktuellen Flutkatastrophe und sollte dafür zahlen. (Bild: vorsprach.de)

Kostenpflichtig oder Open Data?

"Sofern Sie darüber hinausgehend einen Bedarf an einem ZKI-Produkt in einer höheren Auflösung, wie sie z. B. den Einsatz- und Krisenstäben oder Hilfsorganisationen vor Ort bereitgestellt werden, begründen können, weise ich vorsorglich darauf hin, dass das BMI nach § 63 Abs. 3 der Bundeshaushaltsordnung dazu verpflichtet ist, Vermögensgegenstände nur zu ihrem vollen Wert zu veräußern", heißt es im Schreiben des Innenministeriums. "Wir gehen dabei von einem Wert pro Kartenprodukt von ca. 800 Euro aus."

Anzeige

Matthias Schindler von Wikimedia kommentiert dazu: "Nach unserer Auffassung gibt es keinen Bedarf nach Spezialvorschriften, die situativ den Datenbedarf stillen, wie beispielsweise ein Hochwasserinformationsweiterverarbeitungsgesetz oder eine Open-Data-Verordnung spezifisch für den Katastrophenschutz. Die Weiterentwicklung von Informationsfreiheitsgesetzen (auf europäischer Ebene: Die Direktive über Public Sector Information) und eine Reform des Urheberrechts an staatlichen Werken würde helfen, rechtliche Hürden bei der Weitergabe von allen relevanten Behördendaten zu reduzieren."

Kartenmaterial durch Steuergelder finanziert

"Im Falle der Geodaten ist das DLR zwar formal ein eingetragener Verein, seine Mittel kommen jedoch überwiegend aus dem Bundeshaushalt und die Arbeit des DLR bei der Erforschung des Alls und der Erde wurden bereits von den Steuerzahlern einmal finanziert", schreibt Schindler weiter. Anke Domscheit-Berg, die in Brandenburg für die Piratenpartei für den Bundestag kandidiert, ist ebenfalls über die Antwort des Innenministeriums empört: "Ich finde es obszön, Hochwasserkarten, die Behörden mit Steuergeldern erstellt haben, an Betroffene teuer zu verkaufen."

Die Piratenpartei fordert generell die Freigabe derartiger Behördendaten als Open Data. Sie sollten, so die Piraten in einer Pressemitteilung, in maschinenlesbarer Form und unter einer freien Lizenz online bereitgestellt werden.

Nachtrag vom 13. Juni 2013, 17 Uhr

Wie Michel Vorsprach Golem.de berichtete, hat das Innenministerium ihm zwischenzeitlich die gewünschten Daten zugesandt. Allerdings wurde dem Betroffenen nicht mitgeteilt, ob und in welcher Form er die Daten weiternutzen oder veröffentlichen darf.

 Open Data: Teure Hochwasserdaten

eye home zur Startseite
WolfgangS 17. Jun 2013

Es geht wohl kaum um Hilfe. Die Einsatzkräfte bekommen die Daten kostenlos. Sie...

Grisu__ 15. Jun 2013

Das ist ein Irrtum! Kommerzielle Satellitendaten-Anbieter lizensieren die Nutzung eines...

M.P. 14. Jun 2013

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Schweizer-Polizei-entdeckt-Cannabis-Feld-via...

M.P. 14. Jun 2013

Dann hat also ein übereifriger Beamter im Innenministerium mit seiner "Beamtensprech...

humppa 14. Jun 2013

Über EOWEB NG (DLR) gibt es unzählige TerraSAR-X Aufnahmen vom Hochwasser. Aufnahmen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. KWS Services Deutschland GmbH, Einbeck
  2. Harting Electric GmbH & Co. KG, Espelkamp
  3. Elumatec AG, Mühlacker bei Pforzheim
  4. Ratbacher GmbH, Raum Nürnberg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 299,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Archer CR700v

    Kabelrouter von TP-Link doch nicht komplett abgesagt

  2. QC35 II

    Bose bringt Kopfhörer mit eingebautem Google Assistant

  3. Nach "Judenhasser"-Eklat

    Facebook erlaubt wieder gezielte Werbung an Berufsgruppen

  4. Tuxedo

    Linux-Notebook läuft bis zu 20 Stunden

  5. Umfrage

    88 Prozent wollen bezahlbaren Breitbandanschluss

  6. Optimierungsprogramm

    Ccleaner-Malware sollte wohl Techkonzerne ausspionieren

  7. VPN

    Telekom startet ihr Weltnetz für Unternehmen

  8. Smartphone

    Apple könnte iPhone X verspätet ausliefern

  9. C't-Editorial kopiert

    Bundeswahlleiter stellt Strafanzeige gegen Brieffälscher

  10. Bundestagswahl 2017

    Viagra, Datenbankpasswörter und uralte Sicherheitslücken



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Kein App Store mehr: iOS-Nutzer sollten das neue iTunes nicht installieren
Kein App Store mehr
iOS-Nutzer sollten das neue iTunes nicht installieren
  1. Drei Netzanbieter warnt vor Upgrade auf iOS 11
  2. Betriebssystem Apple veröffentlicht Goldmaster für iOS, tvOS und WatchOS
  3. iPhone iOS 11 bekommt Schutz gegen unerwünschte Memory-Dumps

Inspiron 5675 im Test: Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
Inspiron 5675 im Test
Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
  1. Android 8.0 im Test Fertig oder nicht fertig, das ist hier die Frage
  2. Logitech Powerplay im Test Die niemals leere Funk-Maus
  3. Polar vs. Fitbit Duell der Schlafexperten

Energieversorgung: Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
Energieversorgung
Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
  1. Messenger Wire-Server steht komplett unter Open-Source-Lizenz
  2. Apache Struts Monate alte Sicherheitslücke führte zu Equifax-Hack
  3. Kreditrating Equifax' Krisenreaktion ist ein Desaster

  1. Re: Wahlprogramm Die PARTEI

    ello | 16:25

  2. Re: Es nervt!!!

    ElMario | 16:24

  3. Bezeichnung Intel

    Dwalinn | 16:20

  4. Re: Upload höher als bei DSL?

    Gucky | 16:18

  5. Re: Vodafone-Kabel (ehemals Kabel Deutschland)

    HowlingMadMurdock | 16:17


  1. 16:17

  2. 16:01

  3. 15:37

  4. 15:10

  5. 13:58

  6. 13:15

  7. 13:00

  8. 12:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel