Open Data Map: Dokumentieren, was fehlt

Viele Unternehmen und Behörden geben bereits ihre Daten frei - Open Data wird zum Buzzword. Wie sollen Entwickler aus dem Sammelsurium Daten sinnvoll verknüpfen und welche wichtigen fehlen? Diese Fragen treiben OpenplanB-Initiator Michael Kreil um.

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Michael Kreil will mit Open Data Map herausfinden, welche wichtigen Daten noch nicht freigegeben sind.
Michael Kreil will mit Open Data Map herausfinden, welche wichtigen Daten noch nicht freigegeben sind. (Bild: Michael Kreil)

Die Open-Data-Bewegung schwemmt eine Masse mehr oder weniger sinnvoller Daten ins Netz, die Entwicklern für eigene Apps zur Verfügung stehen. Behörden geben ihre Daten frei, was auch den Bürgern zugutekommen soll, und selbst Unternehmen beginnen, selektiv Daten an die Öffentlichkeit zu geben. Altruismus ist dabei allerdings nicht das Hauptmotiv: Mit Open Data lässt sich Transparenz und Offenheit vermitteln. So wird es immer mehr zum Selbstzweck und zu einem übermäßig strapazierten Buzzword. Gleichzeitig fehlen noch entscheidende Daten - und Übersicht. Dagegen will OpenplanB-Initiator Michael Kreil mit seinem neuen Projekt Open Data Map vorgehen.

Inhalt:
  1. Open Data Map: Dokumentieren, was fehlt
  2. Welche Daten fehlen noch?

Kreil weiß aus eigener Erfahrung, dass nicht alle Unternehmen so enthusiastisch sind wie Politiker. Die Politik sieht die in Mode gekommene Datenfreigabe als einen ersehnten Innovationsmotor für die vielerorts strauchelnde Wirtschaft und als zukunftsgerichteten Job-Garant: EU-Kommissarin Neelie Kroes verspricht sich von Open Data gar ein Eldorado für Entwickler. Anders die Deutsche Bahn, mit der Kreil seit Monaten im Clinch liegt.

Zu wenig offene Daten

Kreil hat die Daten des Transportunternehmens aus der Bahn-eigenen App extrahiert und sie so aufgearbeitet, dass sie als Datensatz einfach wiederverwendet werden können.

Das tut etwa Kreils Projekt OpenplanB, dessen Ziel es ist, eine übergreifende Applikation zu schaffen, die sämtliche Daten öffentlicher Verkehrsmittel vereint. Die Bahn pocht aber auf ihr Urheberrecht. Das will Kreil nicht gelten lassen. Die Datenfreigabe sei eigentlich im Interesse der Unternehmen, argumentiert Kreil. Denn Kunden würden die sinnvolle Aufbereitung der Daten nicht nur honorieren, sie fungierten auch als Werbung. Das müsse Unternehmen erklärt werden, sagt Kreil. "Wir müssen als Informationsgesellschaft für offene Daten kämpfen."

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Oft scheitere die Datenfreigabe eher am Praktischen, sagt er: Viele Unternehmen wollten Open Data anbieten, seien aber schlecht organisiert oder kennten sich damit nicht aus.

Vielversprechender Anfang

Nach seiner Veröffentlichung der Daten öffentlicher Verkehrsmittel hatte Kreil auch ein Erfolgserlebnis: Nach anfänglichem Widerstand gab der Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) einen umfassenden Datenbestand frei - unter der Creative-Commons-Lizenz.

So können immer mehr Unternehmen und Behörden von Open Data überzeugt werden, die Datenmenge wächst stetig. Wie sollen Entwickler diese Daten sinnvoll nutzen? Wo sind sie zu finden? Und viel wichtiger noch: Welche entscheidenden Daten fehlen, damit sie insgesamt wirklich sinnvoll genutzt werden können?

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Welche Daten fehlen noch? 
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