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Open Data: Cern befreit LHC-Kollisionsdaten

Wer immer schon wissen wollte, wie Kollisionen im Teilchenbeschleuniger LHC ablaufen, kann das jetzt nachlesen: Das europäische Kernforschungszentrum Cern stellt die Originaldaten im Internet zur Verfügung.
/ Werner Pluta
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Kandidat für ein Higgs-Ereignis: Daten aus dem Jahr 2010 (Bild: Cern/CMS)
Kandidat für ein Higgs-Ereignis: Daten aus dem Jahr 2010 Bild: Cern/CMS

Die Daten von Teilchenkollisionen aus dem Large Hadron Collider (LHC) sind ab sofort öffentlich zugänglich: Das europäische Kernforschungszentrum (Cern) stellt diese unter eine freie Lizenz und veröffentlicht sie im Internet.

Die Daten der vier Experimente werden unter eine Creative-Commons-Lizenz gestellt(öffnet im neuen Fenster). Das Cern hat eigens eine Website für diese Daten eingerichtet: das Open Data Portal(öffnet im neuen Fenster). Die ersten Daten, die dort abrufbar sind, stammen vom Experiment Compact Muon Solenoid (CMS). Sie wurden während des ersten Laufs des LHC im Jahr 2010 gesammelt.

Open-Source-Software für die Analyse

"Das ist ganz neu, und wir sind neugierig, wie die Daten wiederverwendet werden", sagt Kati Lassila-Perini von der CMS-Kollaboration. Auf dem Portal steht auch Software bereit, mit der die Daten gelesen und analysiert werden können. Diese ist ebenfalls Open Source.

Die Daten freizugeben, ist nur konsequent. Die wissenschaftlichen Veröffentlichungen des LHC sind bereits frei verfügbar: 2012 vereinbarte das Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics(öffnet im neuen Fenster) (SCOAP3) mit zwölf Fachzeitschriften, dass alle Aufsätze unter eine Creative-Commons-Lizenz gestellt und kostenlos zugänglich gemacht werden.

Freie Daten, freie Bilder

Das gilt seit Anfang dieses Jahres. 2013 hatte das Kernforschungszentrum zudem seine Bilder und Videos unter eine Creative-Commons-Lizenz gestellt.

"Das Cern-Open-Data-Portal einzurichten, ist ein wichtiger Schritt für unsere Organisation", sagt Cern-Direktor Rolf Heuer. "Die Daten aus dem LHC-Programm, die wir heute veröffentlichen, gehören zu den wertvollsten Daten der LHC-Experimente. Wir hoffen, dass diese offenen Daten der Forschergemeinde, aber auch Studenten und Bürgerwissenschaftlern nutzen und sie inspirieren."


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