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Open Data: Britisches Open Data Institute wird international

Nicht einmal ein Jahr nach der offiziellen Eröffnung hat das von Tim Berners-Lee gegründete Open Data Institute die Einrichtung von 13 Zweigstellen angekündigt. Das Institut sei in der kurzen Zeit mit Anfragen aus aller Welt überflutet worden, sagte der Leiter.

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Tim Berners-Lee mit Premierminister David Cameron: zehn Millionen britische Pfund über fünf Jahre
Tim Berners-Lee mit Premierminister David Cameron: zehn Millionen britische Pfund über fünf Jahre (Bild: Lewis Whyld - WPA Pool/Getty Images)

Das britische Open Data Institute wird international: Das in London ansässige Institut will 13 Zweigstellen, sogenannte Nodes, eröffnen, davon zehn im Ausland. Das hat das ODI auf seiner ersten Jahreskonferenz bekanntgegeben, die am 29. Oktober 2013 in London stattfindet.

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Gegründet wurde das ODI von Tim Berners-Lee, dem Erfinder des World Wide Web, und dem Informatiker Nigel Shadbolt, einem Experten in den Bereichen künstliche Intelligenz und semantisches Web. Ziel von ODI ist, frei verfügbare Daten, vor allem aus dem Bereich der Verwaltung, für verschiedene Zwecke zu nutzen, sowie Startups, deren Geschäftsmodelle auf Open Data beruhen, zu fördern. Das ODI seinerseits wird von der britischen Regierung mit zehn Millionen britischen Pfund über fünf Jahre unterstützt.

Beispielprojekt Schließung von Feuerwachen

Ein Beispielprojekt ist eine Untersuchung, wie sich die Schließung von Londoner Feuerwachen auswirken würde. Grundlage waren Daten der Feuerwehr über Anfahrtszeiten zu Einsatzorten und Daten über die Mobilfunknutzung in London, aus denen hervorgeht, wie viele Menschen sich in einem Bereich aufhalten und von einem Ereignis betroffen wären.

In Argentinien, Dubai, Frankreich, Italien, Kanada, Russland und Schweden werden je ein Node, in den USA drei Nodes eingerichtet. Hinzu kommen drei in England. Die Nodes sollen Unternehmen, Universitäten und unabhängige Organisationen, die Open-Data-Projekte unterstützen, vernetzen.

Drei Arten von Nodes

Es gibt drei verschiedene Typen: Kanada und die USA bekommen jeweils einen Länder-Node, deren Aufgabe sein wird, "Organisationen, Regierungen, Unternehmen und Einzelpersonen, die sehr gute Arbeit mit Open Data leisten, zusammenzubringen", sagt Waldo Jaquith, Gründer von ODI USA.

Regionale ODIs

Regionale oder Städte-Nodes sollen in Brighton, Chicago, Dubai, Leeds, Manchester, Paris, Trento sowie im US-Bundesstaat North Carolina Open-Data-Projekte selbst durchführen oder andere dabei beraten. Drei Kommunikationsnodes in Buenos Aires, Göteborg und Moskau sollen für die Einführung von Open Data werben.

Das ODI ist nach eigenen Angaben seit der offiziellen Eröffnung im Dezember 2012 mit Anfragen nach der Einrichtung vergleichbarer Institute mit nationaler oder regionaler Ausrichtung aus aller Welt überflutet worden. Diese Energie und dieser Enthusiasmus, ein weltweites Netz von ODIs einzurichten, hätten ihn überrascht, sagte ODI-Chef Gavin Starks. Es sei ein Anzeichen dafür, "dass das ODI eine Idee ist, deren Zeit gekommen ist".



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