Open Compute: Telekomanbieter folgen Facebook beim Hardwarebau

Energieeffizient, günstig und vor allem nach den eigenen Bedürfnissen designt: Mit diesen Prämissen begann Facebook vor etwa fünf Jahren das Open Compute Project ( OCP(öffnet im neuen Fenster) ), in dem Hardware-Designs vom Platinenlayout bis zum fertigen Switch im Rack frei zur Verfügung gestellt werden. Das Projekt bekommt nun auch eine eigene Arbeitsgruppe von Telekommunikationsanbietern(öffnet im neuen Fenster) .
Zu den Gründern zählen vor allem marktbeherrschende Unternehmen wie AT&T, Verizon, die Deutsche Telekom, die südkoreanische SK Telecom, sowie das britische EE (ehemals Everything Everywhere), das von BT (British Telecom) übernommen worden ist. Auch der Ausrüster Nokia oder der Rechenzentrumsbetreiber Equinix beteiligen sich an den Arbeiten zum Erstellen neuer Hardware.
Optimiert auf die Virtualisierung der Netzwerkaufgaben
Laut den Telekommunikationsanbietern ist die Beteiligung am OCP eine logische Konsequenz aus der technischen Entwicklung der vergangenen Jahre. So erwartet etwa AT&T, 75 Prozent seiner Netzwerkaufgaben bis in das Jahr 2020 vollständig zu virtualisieren. Damit verstärke sich der Fokus des Unternehmens auf Pflege und Entwicklung von Software. Die Deutsche Telekom beschreibt diese Entwicklung als "massive Umwälzung" . Das OCP habe viel Erfahrung in diesem Bereich gesammelt.
Facebook ist sichtlich erfreut über die Entwicklung, dass sich immer mehr Unternehmen aus verschiedenen Teilbereichen der IT-Wirtschaft am OCP beteiligen und dieses damit aufwerten. "Jedes Mal, wenn ein Industriezweig Prinzipien wie Offenheit und Anpassungen umsetzt, kommen wir unserer Vision einer besseren und offeneren Hardware-Entwicklung näher", sagt Jason Taylor, Vice President Infrastructure bei Facebook.