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Open Compute Project: Freie Netzwerk-Hardware kommt

Vor sechs Monaten kündigte das von Facebook gegründete Open Compute Project an, einen freien Switch zu entwickeln. Seitdem gingen mehr Beiträge als erwartet von Unternehmen ein, so dass sich wohl der gesamte Netzwerk-Stack demnächst mit freier Hardware umsetzen lässt.

Artikel veröffentlicht am ,
Entwurf eines Open-Switches von Intel
Entwurf eines Open-Switches von Intel (Bild: Intel)

Nach freien Designs für Server, Storage und Rechenzentren soll demnächst auch freie Netzwerk-Hardware vom Open Compute Project spezifiziert werden. Dem Aufruf von vor sechs Monaten sind mehr als 100 Personen und 30 Unternehmen mit passenden Vorschlägen gefolgt, so dass bis heute große Fortschritte erzielt wurden. Dank der Unterstützung kann das Open Compute Project schon heute den größten Teil der Netzwerk-Hardware und auch Teile der notwendigen Software abdecken.

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Konkret gibt es vier Einzelprojekte, die wohl demnächst in das Open-Compute-Portfolio aufgenommen werden. Dazu zählen drei Switch-Designs, eines von Broadcom, eines von Intel und eines von Mellanox.

Broadcoms Entwurf für den Open Switch basiert auf der Switch-Architektur Trident, die heute schon in großem Umfang zum Einsatz kommt und verschiedene Betriebssysteme für Netzwerk-Hardware unterstützt. Dabei basiert die eingereichte Spezifikation auf der aktuellen Generation Trident II. Innerhalb von sechs Monaten haben andere Hardware-Partner des OCP Switches auf Basis der Spezifikation gebaut.

Intel schlägt einen Bare-Metal-Ethernet-Switch vor: Die Spezifikation beschreibt einen Top-of-the-rack-Switch mit 48 Ports, die 10-Gigabit-Ethernet unterstützen, und vier Ports für 40-Gigabit-Ethernet sowie sämtliche Subsysteme, die für Switching, CPU-Steuerung, Peripherie, externe Anschlüsse, Stromversorgung und Kühlung notwendig sind. Auch das Gehäuse ist Teil der Spezifikation.

Der dritte Vorschlag für einen Open Switch kommt von Mellanox und heißt "SwitchX-2". Er nutzt x86-Prozessoren, unterstützt 48 SFP+- sowie 12 QSFP-Ports. Damit lassen sich bis zu 60 Ports mit je 10-Gigabit-Ethernet umsetzen, wenn die QSFP+-Ports mit Breakout-Kabeln in SFP+-Ports umgewandelt werden. Der Switch soll eine besonders geringe Leistungsaufnahme und Latenzen aufweisen und zugleich eine hohe Packdichte zulassen.

Software lässt sich auf dem Mellanox mittels ONIE installieren, dem von Cumulus Networks entwickelten Open Network Install Environment (ONIE), das Cumulus dem Open Compute Project ebenfalls zur Verfügung gestellt hat. Dabei handelt es sich um einen Bootloader für Netzwerk-Hardware, der schon heute von vielen Netzwerk-OEMs und -ODMs eingesetzt wird. Damit lässt sich Software auf einem Switch installieren, so dass es möglich ist, Bare-Metal-Ethernet-Switches zu bauen, auf denen dann beim Start die entsprechende Software installiert wird.

Noch handelt es sich bei all dem nur um Vorschläge, das Open Compute Project geht aber davon aus, dass diese vier Einreichungen in Kürze offiziell akzeptiert werden.



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gaym0r 12. Nov 2013

Interessant... Ich kann 48*10 und 12*40 nehmen,a ber 48*10 und 12*4*10 geht nicht obwohl...


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