Abo
  • Services:

Open Compute: Microsoft veröffentlicht Code für Switches mit Debian

In dem Projekt Sonic hat Microsoft verschiedene Softwarekomponenten veröffentlicht, die Netzwerkfunktionen in der Azure-Cloud ermöglichen. Der Code basiert auf Debian und einer ebenfalls freien Hardwareabstraktion.

Artikel veröffentlicht am ,
Mit Sonic sollen Switches leicht in Cloud-Umgebungen integriert werden können.
Mit Sonic sollen Switches leicht in Cloud-Umgebungen integriert werden können. (Bild: Bruno Cordioli/Flickr.com/CC-BY 2.0)

In der Sektion häufig gestellter Fragen zu Sonic stellt Microsoft direkt klar, dass es sich bei dem Projekt explizit nicht um eine Linux-Distribution handelt. Wie der Name Software for Open Networking in the Cloud, kurz Sonic, andeutet, ist es eine Code-Sammlung, die es erlauben soll, Netzwerkhardware wie Switches schnell in Cloud-Umgebungen einsetzen zu können.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Raum Frankfurt am Main
  2. TÜV NORD AG, Essen (Oldenburg)

Microsoft hat Sonic auf dem Open Compute Project (OCP) Summit vorgestellt. Bereits vor einem Jahr hat das Unternehmen auf dieser Konferenz ein Switch Abstraction Interface (SAI) veröffentlicht. Diese Schnittstelle soll den plattformübergreifenden Zugriff auf die verschiedenen ASICs in Switches ermöglichen. Hardwarehersteller benutzten bisher meist unterschiedliche und oft proprietäre APIs dafür. Mit SAI sollen Hardware und Software der eingesetzten Switches wesentlich leichter verändert werden können.

"Letztes Puzzlestück" für Open-Source-Switch

Sonic baut nun auf SAI auf und soll auf allen Geräten eingesetzt werden können, die diese Schnittstelle unterstützen. Für Microsoft ist das Projekt damit das "letzte Puzzlestück, um eine Switch-Plattform anzubieten, die vollständig Open Source ist", so Mark Russinovich, der Technikchef von Azure. Mit Hilfe von Sonic soll nun die Hardware über eine einheitliche Software in die Netzwerkaufgaben eines Cloud-Dienstes integriert werden können.

Microsoft selbst verwendet Sonic auf Basis des Linux-Kernel 3.16 und der Distribution Debian. Der Code könnte wohl aber auch auf andere Linux-Distributionen portiert werden. Die unterschiedlichen Bestandteile von Sonic stehen frei auf Github zur Verfügung. Dort findet sich neben Gerätetreibern und Hilfsbibliotheken auch die "Kernkomponente" von Sonic, der sogenannte Switch State Service.

Weil Microsoft Sonic bisher ausschließlich in eigener Infrastruktur einsetzt, plant das Unternehmen keine kommerzielle Verwertung der Software. Allerdings will Microsoft gemeinsam mit anderen an dem Code arbeiten.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 449€
  2. 129,95€ + Versand

Folgen Sie uns
       


AMD Ryzen 7 2700X - Test

Wie gut ist der Ryzen-Refresh? In Anwendungen schlägt er sich sehr gut und ist in Spielen oft überraschend flott. Besonders schön: die Abwärtskompatibilität.

AMD Ryzen 7 2700X - Test Video aufrufen
Google I/O 2018: Eine Entwicklerkonferenz für Entwickler
Google I/O 2018
Eine Entwicklerkonferenz für Entwickler

Google I/O 2018 Die Google I/O präsentiert sich erneut als Messe für Entwickler und weniger für konventionelle Nutzer. Die Änderungen bei Maps, Google Lens oder News sind zwar nett, spannend wird es aber mit Linux-Apps auf Chromebooks.
Eine Analyse von Tobias Költzsch, Ingo Pakalski und Sebastian Grüner

  1. Google Android P trennt stärker zwischen Privat und Arbeit
  2. Smartwatch Zweite Vorschau von Wear OS bringt neuen Akkusparmodus
  3. Augmented Reality Google unterstützt mit ARCore künftig auch iOS

Recycling: Die Plastikwaschmaschine
Recycling
Die Plastikwaschmaschine

Seit Kurzem importiert China kaum noch Müll aus dem Ausland. Damit hat Deutschland ein Problem. Wohin mit all dem Kunststoffabfall? Michael Hofmann will die Lösung kennen: Er bietet eine Technologie an, die den Abfall in Wertstoff verwandelt.
Ein Bericht von Daniel Hautmann


    Projektoren im Vergleichstest: 4K-Beamer für unter 2K Euro
    Projektoren im Vergleichstest
    4K-Beamer für unter 2K Euro

    Bildschirme mit UHD- und 4K-Auflösung sind in den vergangenen Jahren immer preiswerter geworden. Seit 2017 gibt es den Trend zu hoher Pixelzahl und niedrigem Preis auch bei Projektoren. Wir haben vier von ihnen getestet und stellen am Ende die Sinnfrage.
    Ein Test von Martin Wolf

    1. Sony MP-CD1 Taschenbeamer mit Akku und USB-C-Stromversorgung
    2. Mirraviz Multiview Splitscreen-Games spielen ohne die Möglichkeit, zu schummeln
    3. Sony LSPX-A1 30.000-Dollar-Beamer strahlt 80 Zoll aus 0 cm Entfernung

      •  /