Open Access: Max-Planck-Gesellschaft beendet Vertrag mit Elsevier

Die Max-Planck-Gesellschaft wird ihren Vertrag mit dem Wissenschaftsverlag Elsevier nicht verlängern und schließt sich damit etwa 200 weiteren Universitäten und Forschungseinrichtungen an. Ziel ist ein einheitliches Lizenzabkommen und vor allem eine Open-Access-Publizierung.

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Im Zeitalter von Print waren Verlage besonders wichtig, für Open Access können sie jedoch auch hinderlich sein.
Im Zeitalter von Print waren Verlage besonders wichtig, für Open Access können sie jedoch auch hinderlich sein. (Bild: Fofarama/CC-BY 2.0)

Nach offenbar bereits im vergangenen Sommer gescheiterten Verhandlungen wird die Max-Planck-Gesellschaft mit ihren angeschlossenen Forschungsinstituten einen Vertrag mit dem Wissenschaftsverlag Elsevier nicht verlängern, wie der Verein mitteilt. Der bestehende Vertrag zum Zugriff auf Zeitschriften und Publikationen des Verlags läuft zum Ende dieses Jahres aus und entfällt damit ab dem kommenden Jahr ersatzlos.

Der Verbund von Forschungsinstituten folgt damit bereits rund 200 weiteren Universitäten, Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen in Deutschland, die ebenfalls keine Verträge mehr mit Elsevier abschließen. Gemeinsam mit den anderen Beteiligten werden in dem Projekt Deal "bundesweite Verträge" für den Zugriff auf die Publikationen der Wissenschaftsverlage angestrebt.

Dabei soll "das derzeit kostenpflichtige Abonnementsystem auf ein Modell umgestellt werden, in dem Forschende und die Allgemeinheit sofort barriere- und kostenfrei auf Forschungsergebnisse zugreifen können". Die Verlage sollen dabei für ihre eigentliche Publikationstätigkeit weiter vergütet werden, wobei "alle Publikationen deutscher Autoren in den Zeitschriften der Verlage unmittelbar frei zugänglich sind". Es wird also ein klares Open-Access-Modell angestrebt.

Open Access für die Max-Planck-Gesellschaft

Dass dieses Ziel durchaus erreichbar ist, zeigen verschiedene erfolgreich abgeschlossene Verträge mit Verlagen wie Springer Nature, Royal Society of Chemistry und Institute of Physics Publishing sowie zuletzt der Oxford University Press. Elsevier hingegen steht immer wieder wegen der von dem Verlag geforderten Lizenzbestimmungen in Bezug auf eine Open-Access-Veröffentlichung in der Kritik. Darüber hinaus wird der Verlag auch immer wieder für sein Preis- und Abomodell kritisiert.

Laut Angaben der Max-Planck-Gesellschaft sind in der Vergangenheit rund 1.500 Fachartikel des Forschungsverbunds pro Jahr in Elsevier-Zeitschriften erschienen, das entspricht etwa 12,5 Prozent aller Publikationen.

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