Schrecksekunde an der Autobahnauffahrt

Denn im Grunde ist der Verbrauch im Eco-Modus niedriger, als wir nach einer Testfahrt mit der Corsa-e im Frühjahr 2020 vermutet hatten. Zwar drückten Staus und Baustellen die Durchschnittsgeschwindigkeit, doch wo es möglich war, lag das Tempo zwischen 110 und 120 km/h. Das verleitete am Ende wohl auch dazu, die von ABRP vorgeschlagene zweite Ladestation nicht sicherheitshalber im Navi einzugeben. Oder die App parallel zum Navi mitlaufen zu lassen. Das war ohnehin schwierig, da das mitfahrende Kind das Handy für Spotify brauchte.

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So wurde die Ausfahrt verpasst. Zum Glück sollte der Akku aber noch knapp bis zum nächsten Schnelllader reichen. Dieser lag aber, was übersehen wurde, nicht an einem Autohof, sondern auf einer Raststätte in anderer Fahrtrichtung, unmittelbar hinter einer Auffahrt. Doch nach der Abfahrt bei der A4 im hessischen Herleshausen kam die Schrecksekunde: Die Auffahrt in die andere Fahrtrichtung war voll gesperrt. Der Schnelllader war nur 100 Meter Luftlinie vom leeren Akku entfernt, aber dennoch unerreichbar. Einen Schleichweg zur Raststätte gebe es nicht, sagte ein Ortskundiger.

Mit fast leerem Akku auf die Autobahn

In solchen Situationen vermisst man den Reservekanister für 5 Liter Sprit schmerzlich. Der Mann gab uns den Tipp, bis zur nächsten Auffahrt in die andere Richtung zu fahren und dann direkt von der Autobahn die Raststätte zu erreichen. Mit einer verbliebenen Reichweite von 20 km bei einem Auto, dass man im Grunde nicht kennt, eine nicht gerade beruhigende Vorstellung. Die Sorge, in einer einspurigen Baustellendurchfahrt ohne Seitenstreifen mit leerem Akku liegenzubleiben, ist die Hardcore-Version der Reichweitenangst.

Dazu kam es zum Glück nicht: Mit sieben Kilometern Restreichweite wurde der Schnelllader angeschlossen. Der Vorteil: Mit fast leerem Akku werden in 35 Minuten mehr als 37 kWh nachgeladen. Mit einem vernünftigen Routenplaner wäre die ganze Aufregung wohl nicht passiert. Und mit dem Wissen um die gesperrte Auffahrt wäre die Ladestation gar nicht erst angefahren worden.

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Das Beispiel macht deutlich: Eine integrierte Routenplanung in Verbindung mit aktuellen Verkehrsinformationen ist bei Langstrecken unabdingbar. Hilfreich könnte dabei auch die neue Autobahn-App sein, um gesperrte Ausfahrten auf der Route zu finden. Anders als bei Oberklasseherstellern wie Audi, Tesla oder Mercedes hinkt Opel da noch hinterher. Volkswagen hat beim kürzlich getesteten ID.4 ebenfalls eine entsprechende Software geliefert.

Dabei ist der Routenplaner von Tomtom an sich brauchbar. Bei mehreren Autobahnsperrungen nach Unfällen, die die Fahrt ebenfalls verlängerten, führte uns das Navi rechtzeitig über Ausweichrouten. Sonst wäre die zehnstündige Fahrt vielleicht noch länger geworden.

Keine wirkliche Alternative ist es hingegen, die ABRP-App per Android Auto direkt auf das Autodisplay zu bringen.

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 Opel Mokka-e im Praxistest: Reichweitenangst kickt mehr als KoffeinABRP über Android Auto noch nicht praxistauglich 
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sampleman 17. Aug 2021 / Themenstart

Setz dich mal rein. Ich habe seit dem Mercedes W140 in keinem Auto besser gesessen...

RienSte 16. Aug 2021 / Themenstart

Ich hab auf das: geantwortet, nicht auf den Eingangspost.

mj 09. Aug 2021 / Themenstart

du tust so als ob 10tkm ein normales serviceintervall wäre, ist es eben nicht. ständig...

fg (Golem.de) 09. Aug 2021 / Themenstart

Hallo! Rein rechnerisch lag der Stromverbrauch auf der 600 km langen Strecke bei 108 kWh...

xSureface 06. Aug 2021 / Themenstart

Naja, auf bekannten Strecken ist das ganze kein Problem. Aber wenn du mal unbekannte...

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