Sprachassistent stellt sich doof an
Um den Stress zu reduzieren, sollten Nutzer aber nicht allzu oft den Sprachassistenten verwenden. Er funktioniert in unserem Test nur beschränkt und versteht vieles, was bei anderen Herstellern Standard ist, nicht. So kann der Sprachassistent keine Fenster öffnen oder die Sitzheizung aktivieren. Auch die Massagefunktion kann er nicht anschalten.
Wir haben ihn letztlich nur verwendet, um eine Adresse in das Navi einzugeben – für mehr war uns unsere Zeit zu schade. Ein ähnliches Erlebnis hatten wir bei der Sprachsteuerung im DS No. 8 – Stellantis sollte an dieser Stelle endlich nacharbeiten.
Das Navi im Opel Grandland funktioniert gut, für Langstrecken gibt es eine Ladeplanung. Wie beim DS No. 8 hat sie leider keinen Anbieterfilter: Wir können nur die gewünschte Ladeleistung angeben. Für Nutzer mit Abos bei bestimmten Anbietern ist das nervig, da die Planung einem dann mitunter deutlich teurere Fremdanbieter anzeigt. Eine Ladeplanung ohne Anbieterfilter ist für uns im Alltag nicht brauchbar.
Gute Verbrauchswerte
Die Long-Range-Version des Grandland hat einen Akku mit 97 kWh – das ist deutlich mehr als die Standardvariante mit 73 kWh. In der Stadt hat sich der Verbrauch bei uns bei Temperaturen zwischen 20 und 30° C auf 15,9 kWh eingependelt. Für ein SUV dieser Größe ist das ein ordentlicher Wert. Die Reichweite beträgt entsprechend rein rechnerisch 610 km, im Bereich zwischen 80 und 10 Prozent sind es 427 km.
Auf der Autobahn verbraucht der Grandland bei einer Geschwindigkeit um die 150 km/h und Spitzen bis 170 km/h bei uns 24,8 kWh/100 km. Das ist weniger als beim Kia EV6, der bei vergleichbaren Temperaturen über 27 kWh/100 km verbrauchte. Zwischendrin sind wir auch nur 120 km/h gefahren. Die Reichweite beträgt beim Grandland entsprechend rein rechnerisch 391 km, im Bereich zwischen 80 und 10 Prozent 273 km – man kommt mit dem Opel also durchaus weit, bis man wieder laden muss.
Der Grandland basiert auf einer 400-Volt-Architektur, die maximale Ladeleistung an DC-Schnellladern liegt bei 150 kW. Das ist nicht super langsam, verglichen mit anderen Fahrzeugen in der Preisklasse (und günstigeren) aber auch nicht sonderlich schnell. Opel gibt eine Ladezeit von rund 30 Minuten für den Bereich von 20 auf 80 Prozent an, was wir bestätigen können. Dank einer recht guten Ladekurve hält sich die Ladedauer trotz des großen Akkus in Grenzen. Das hat der Grandland mit dem DS No. 8 gemein, der mit seinem gleich großen Akku die gleiche Ladezeit erreicht.
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