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Gutes und bequemes Platzangebot für Passagiere

Auch für Insassen ist reichlich Platz auf den Vordersitzen, die zudem äußerst bequem sind. Das ist uns bereits beim deutlich günstigeren Frontera Electric aufgefallen: Opel lässt seine sogenannten Intelli-Sitze von der Aktion gesunder Rücken e.V. zertifizieren – und tatsächlich sitzen wir auch bei längeren Fahrten bequem und ermüden kaum. Die Sitze sind bei unserem Fahrzeug aufpreispflichtig mit Nappaleder überzogen.

Der Fahrersitz lässt sich zehnfach verstellen und hat eine einstellbare Lordosestütze sowie einstellbare Seitenpolster. Sowohl der Fahrer- als auch der Beifahrersitz haben Sitzheizung und -lüftung sowie eine Massagefunktion. Diese hat zahlreiche Modi und ist wirksamer als die des EV5, aber nicht ganz so gut wie die des Xpeng G6. Passagiere auf der Rückbank kommen immerhin noch in den Genuss eigener Sitzheizungen.

Hinten herrscht ein gutes Platzangebot, auch für Passagiere mit längeren Beinen. Bei einem Radstand von 2.784 mm ist das nicht verwunderlich. Auch die Kopffreiheit ist gut, zudem haben wir einen schönen Blick auf den Himmel: Unser Testmodell hat das aufpreispflichtige Komfortpaket, das ein großes Panoramadach mit elektrischem Rollo enthält. Der vordere Bereich lässt sich zudem öffnen, was bei modernen Autos eher selten ist – aber gerade bei nicht allzu hohen Temperaturen dazu führt, dass wir die Klimaanlage auch mal ausgeschaltet lassen.

Großer Kofferraum und dreigeteilte Rückbank

Der Kofferraum ist mit 550 Litern recht groß. Klappen wir die Rücksitze um, passen 1.645 Liter in den Wagen. Die Rückbank lässt sich in drei Teilen umklappen: Neben den beiden Sitzen kann auch das Mittelteil mit der Armlehne nach vorn geklappt werden. Das ist praktisch, wenn Passagiere im Fond während der Fahrt an den Kofferraum wollen oder lange Gegenstände transportiert werden sollen. Einen Frunk hat der Grandland nicht.

Als störend empfinden wir das Design rund um die C-Säulen des Grandland. Die C-Säulen sind nicht nur sehr breit, so dass der Schulterblick in den toten Winkel ohnehin schon schwierig wäre. Dazu kommen die beiden kleinen Fenster zwischen der C-Säule und den Fenstern der hinteren Seitentüren: Sie sind kleiner, als sie von außen wirken, und beschränken die Sicht in den toten Winkel zusätzlich. Vor allem in der Stadt sollten Grandland-Fahrer eher zweimal oder dreimal den Schulterblick machen.

Das Infotainmentsystem des Grandland entspricht dem anderer Stellantis-Fahrzeuge dieser Preisklasse – etwa dem des DS No. 8. Der zentrale Bildschirm hat 16 Zoll, ist aber recht schmal. Das Fahrdisplay ist 10 Zoll groß, dazu gibt es bei unserem Fahrzeug ein HUD. Alle Bildschirme lassen sich wie bei Stellantis gewohnt individualisieren. Für die Kombination HUD/Fahrdisplay können wir fünf unterschiedliche Varianten einstellen, zwischen denen wir mit dem Knopf auf dem Blinkerhebel umherschalten können.

So kann das HUD etwa die Navigation anzeigen, während wir auf dem Fahrdisplay die aktuelle Musik und Informationen zum Verbrauch sehen. Die wichtigsten Fahrinformationen wie die Geschwindigkeit und die Energieaufnahme werden immer angezeigt. Der zentrale Bildschirm lässt sich ebenfalls mit den gewünschten Widgets und Apps bestücken. Er ist leicht zum Fahrer geneigt. Das Infotainmentsystem gefällt uns wie beim DS No. 8 gut – zum Navi kommen wir später noch. Wer lieber Android Auto oder Carplay verwenden möchte, kann das auch machen. Weitere Details zu Stellantis' Infotainmentsystem finden sich im Test des DS No. 8.


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