Onlive: Spiele-Streaming-Pionier gibt auf und verkauft an Sony
Onlive hört als Streaming-Spiele-Service auf zu existieren. Das geht aus einer Twitter-Ankündigung vom 3. April 2015 hervor(öffnet im neuen Fenster) , die auf einen Support-Eintrag(öffnet im neuen Fenster) des Unternehmens verweist. Dieser wurde schon am 1. April 2015 publiziert, war aber kein Aprilscherz.
Ursprünglich bestand einmal viel Hoffnung für den Onlive-Dienst, der das Streamen von Spielen auf einfache Hardware ermöglichte. HTC investierte etwa 40 Millionen US-Dollar in den Dienst. Kurz darauf, im September 2011 , war es dann in einzelnen Ländern Europas möglich, Onlive zu nutzen. Die neue Spielstrategie wurde so interessant, dass es sogar Gerüchte über einen möglichen Kauf von Sony gab, die dann aber Gaikai übernahmen . Im August 2012 folgte dann jedoch die erste Pleite. Onlive meldete Insolvenz an . Immerhin konnte das Unternehmen sich im Schnellverfahren aus der Situation befreien. Doch jetzt, im April 2015, ist endgültig Schluss mit Onlive.

Noch bis zum 30. April ist allerdings Zeit zum Spielen. Erst an diesem Stichtag werden alle Server abgeschaltet, die Spielstände gelöscht und sämtliche Nutzerdaten entfernt. Sollte ein Spiel auf Steam gekauft worden sein, soll es sich immerhin weiter über Steam nutzen lassen. Es gibt aber auch erhebliche Nachteile für Onlive-Nutzer.
Abonnement-Gebühren werden nicht rückerstattet, und gekaufte Onlive-Hardware wird ab dem 30. April nutzlos. Zumindest die wichtigen Reste von Onlive, die das Unternehmen im Detail nicht nennt, gehen laut der Ankündigung direkt an Sony. Sony selbst hat laut Onlive aber keine Pläne, den Dienst zu retten.
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