Onlinetraining: Fitnesstracker Strava verrät Lage von Militärstützpunkten

Die Website Strava hat im November 2017 eine sogenannte Heat Map(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht, welche die Aktivitäten ihrer Nutzer aus der ganzen Welt zeigt(öffnet im neuen Fenster) . Dabei wurden über eine Milliarde Aktivitäten erfasst. Die Karte zeigt, wie häufig Menschen an bestimmten Punkten der Erde trainieren und ihre Daten mit Strava teilen. Ein Analytiker weist nun darauf hin(öffnet im neuen Fenster) , dass die Karte es ermöglichen könnte, Standorte von Militärstützpunkten und die Routinen des Personals zu identifizieren.
Nathan Ruser, Mitglied des Institute for United Conflict Analysts, wies auf Twitter darauf hin, dass die Daten mehr präsentierten als Nutzer möglicherweise zeigen wollten. Er veröffentlichte einige Screenshots, die regelmäßige Joggingrouten, Patrouillen und Standorte von vorgeschobenen Operationsbasen in Afghanistan zeigen. Zwar sind die Standorte der meisten Militärstützpunkte nicht geheim, aber Stravas Kartenmaterial bietet mehr Informationen: Es zeigt, wo und wie häufig sich die Menschen in diesen Gebieten aufhalten.
Anwender können zwar das Logging stoppen und Privatsphärezonen einrichten, damit etwa ihr Weg ins Haus hinein nicht verfolgt werden kann, doch diese Optionen müssen erst aktiviert werden.
Das US-Militär warnte(öffnet im neuen Fenster) seine Soldaten bereits vor einigen Jahren, Smartphones und Tablets mit Apps, die ihren Standort verraten könnten, mit in den Kampfeinsatz zu nehmen.