Abo
  • Services:
Anzeige
Microsoft-Chef Steve Ballmer im Juni 2012
Microsoft-Chef Steve Ballmer im Juni 2012 (Bild: David McNew/Reuters)

Onlinestrategie: Microsoft schreibt 6,2 Milliarden US-Dollar ab

Microsoft-Chef Steve Ballmer im Juni 2012
Microsoft-Chef Steve Ballmer im Juni 2012 (Bild: David McNew/Reuters)

Microsofts Übernahme von aQuantive für 6,2 Milliarden US-Dollar war ein kompletter Fehlschlag. Der nächste Quartalsgewinn wird dadurch aufgezehrt. Die Suchmaschine Bing wird "künftig weniger Wachstum und Gewinn bringen, als bisher prognostiziert", räumte Microsoft ein.

Microsoft schreibt auf das Onlinewerbeunternehmen aQuantive 6,2 Milliarden US-Dollar ab. Wie der Softwarekonzern am 2. Juli 2012 mitteilte, wird damit die Übernahme von aQuantive im Jahr 2007 für 6,3 Milliarden US-Dollar komplett entwertet. "Obwohl wir aus der Übernahme von aQuantive weiterhin Tools für unser Onlineanzeigengeschäft beziehen, hat der Zukauf nicht das erwartete Wachstum generiert, was zu der Abschreibung führt", erklärte Microsoft. Der Konzernbereich Online Services mit der Suchmaschine Bing wird "künftig weniger Wachstum und Gewinn bringen, als bisher prognostiziert".

Anzeige

Die Holding aQuantive vereinte zahlreiche Unternehmen, darunter Atlas mit Werkzeugen für Werbetreibende und Websitebetreiber, Drivepm mit einer Plattform, die Kampagnen auf passende Websites verteilt, und die Agentur Avenue A Razorfish. Im August 2009 verkaufte Microsoft Razorfish mit 2.000 Beschäftigten für 530 Millionen US-Dollar an die französische Publicis Groupe. Insgesamt beschäftigten die aQuantive-Unternehmen zur Zeit der Übernahme rund 2.600 Menschen.

Microsoft-Chef Steve Ballmer nannte die aQuantive-Übernahme 2007 "den nächsten Schritt in der Entwicklung unseres Anzeigennetzwerks" und zahlte einen Aufschlag von 85 Prozent auf den Börsenkurs des Unternehmens.

Die Abschreibung wird den nächsten Quartalsgewinn von rund 5,25 Milliarden US-Dollar, den die Analysten am 19. Juli 2012 erwarten, komplett aufzehren.

Microsoft macht mit Bing weiter hohe Verluste. In dem Neunmonatszeitraum, der am 31. März 2012 endete, betrug der operative Verlust 1,45 Milliarden US-Dollar.

Analyst Trip Chowdhry von Global Equities Research sagte dem Wall Street Journal, dass Google zu der Zeit, als Microsoft aQuantives-Technologie integriert hatte, solche Tools längst anbot.

"Wir konzentrieren uns auf die Verbesserung der finanziellen Leistungsfähigkeit unseres Suchmaschinengeschäfts und suchen nach Wegen, um (den Umsatz per Suchanfrage) zu steigern und die Kosten zu senken", sagte Microsoft-Finanzchef Peter Klein in einer Telefonkonferenz mit Analysten im Januar 2012. Microsoft-Manager betonten, dass Bing trotz des im Vergleich zu Google niedrigen Marktanteils durch die Partnerschaft mit Facebook einen wichtigen Vorteil habe.


eye home zur Startseite
Testdada 03. Jul 2012

Im Geschäftsbereich ja, im Consumerbereich nein, jedenfalls nicht im solch grossem Stil...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  2. Bosch Software Innovations GmbH, Waiblingen
  3. WEGMANN automotive GmbH & Co. KG, Veitshöchheim
  4. BWI GmbH, Berlin


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 315,00€
  2. 25,99€
  3. 39,99€

Folgen Sie uns
       


  1. MG07ACA

    Toshiba packt neun Platter in seine erste 14-TByte-HDD

  2. Sysinternals-Werkzeug

    Microsoft stellt Procdump für Linux vor

  3. Forschungsförderung

    Medizin-Nobelpreisträger Rosbash kritisiert Trump

  4. Sicherheit

    Keylogger in HP-Notebooks gefunden

  5. IBM AC922

    In Deep Learning schlägt der Power9 die X86-Konkurrenz

  6. FTTH

    Telekom kündigt weitere Glasfaser-Stadt an

  7. 2-Minuten-Counter gegen Schwarzfahrer

    Das sekundengenaue Handyticket ist möglich

  8. Super Mario

    Computerspiele könnten vor Demenz schützen

  9. Playstation VR

    Weniger als drei Prozent der PS4-Besitzer haben das Headset

  10. Cryptokitties

    Mein Leben als Kryptokatzenzüchter



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
China: Die AAA-Bürger
China
Die AAA-Bürger
  1. Microsoft Supreme Court entscheidet über die Zukunft der Cloud

Berlin: Verfassungsschutz hat Lizenz zur Gesichtserkennung
Berlin
Verfassungsschutz hat Lizenz zur Gesichtserkennung
  1. Finnairs Gesichtsscanner ausprobiert Boarden mit einem Blick in die Kamera

Watch Series 3 im Praxistest: So hätte Apples erste Smartwatch sein müssen
Watch Series 3 im Praxistest
So hätte Apples erste Smartwatch sein müssen
  1. Apple Watch Apple veröffentlicht WatchOS 4.2
  2. Alivecor Kardiaband Uhrenarmband für Apple Watch zeichnet EKG auf
  3. Smartwatch Die Apple Watch lieber nicht nach dem Wetter fragen

  1. Re: Als Diesel-Fahrer bin ich dafuer

    teenriot* | 14:34

  2. Re: Nur drei Prozent...

    Doedelf | 14:34

  3. Re: So ein Käse!

    stiGGG | 14:34

  4. Re: Jeder warnt vor Trump

    Füchslein | 14:33

  5. Ein Gerät soll genau das machen, was man ihm befielt

    Icestorm | 14:33


  1. 14:46

  2. 13:30

  3. 13:10

  4. 13:03

  5. 12:50

  6. 12:30

  7. 12:12

  8. 12:11


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel