Onlinespiele: Zwischen Online-Ehre und Opferrolle

Hass in Spiele-Communitys gehört halt dazu? Stimmt nicht, finden Microsoft und Riot Games (League of Legends). Sie wollen Spieler zu einem besseren Umgang miteinander bringen - im ureigenen Interesse der Firmen.

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Artwork von League of Legends
Artwork von League of Legends (Bild: Riot Games)

"Spieler haben das Gefühl, dass man sich ein dickes Fell zulegen muss, um Onlinespiele genießen zu können", sagt Melissa Boone von Microsoft auf der GDC 2018 in San Francisco. Doch viele schaffen das offenbar nicht: Der alltägliche Hass, die vielen Beleidigungen und der rüde Umgangston beschäftigen viele Spieler tage- oder wochenlang, wie Boone in zahlreichen intensiven Gesprächen herausgefunden hat. Anfangs habe das kaum einer zugeben wollen, sagt Boone - wer will schon vor sich selbst oder gar vor anderen als Opfer dastehen? Aber dann habe fast jeder Interviewte von konkreten Fällen - etwa massiven Beleidigungen oder sexuellen Übergriffen - berichtet, die sie nicht ohne weiteres weggesteckt hätten. Das ist nicht nur ein Problem für die Betroffenen, sondern auch für die Branche - die endlich mit ersten Maßnahmen reagiert.


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