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Sportsgeist statt einfach nur freundlich

Früher gab es in League of Legends ein Verfahren, mit dem Spieler nach einer Partie andere Spieler in Kategorien wie Freundlichkeit bewerten konnten. Im Laufe der Zeit nutzten laut Kimberley Voll von Riot Games immer weniger Spieler das System, weil es zu schlecht aufgebaut war - zum Schluss nur noch rund 40 Prozent.

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Daraufhin wurde das Ehrensystem eingeführt, das die Spielerbewertungen stärker sichtbar in League of Legends integriert. Es gibt sinnvollere, konkretere Katogorien, die mehr mit dem Spiel und der Welt der Spieler zu tun haben: Statt der Freundlichkeit kann man nun etwa bewerten, ob ein Kumpel in brenzligen Situationen cool geblieben und nicht ausfallend geworden ist (Stayed Cool), ob er seinem Team geholfen hat statt destruktiv zu sein (Shotcaller) oder ob er hilft, für eine positive Atmosphäre zu sorgen (Riot verwendet dafür die auch ein bisschen spaßig gemeinte Zeichenfolge GG <3 - letzteres steht für herz).="">

"Das neue System wird von rund 60 Prozent der Spieler verwendet, vor allem aber hat sich der Umgang in der Community messbar gebessert", sagt Voll - die hierzu allerdings keine konkreten Zahlen nennt. Riot Games habe mit dem Ehrensystem an den Sportsgeist der Spieler appelliert. Das habe gut funktioniert, aber reiche noch längst nicht aus, um immer für einen akzeptablen Umgang zu sorgen.

Es gibt noch mehr Möglichkeiten, nicht bei allen steht die Stärkung von positivem Verhalten im Mittelpunkt. Jerome Hagen von Microsoft berichtete, dass das Reporting von negativem Verhalten auf Portalen wie Xbox Live zwar eigentlich verpönt sei. Viele Spieler wollten keine Petze sein und vor den Betreibern der Portale nicht schwach dastehen - und hätten den Eindruck, das Melden bringe nichts und sei viel zu kompliziert.

Allerdings: Nachdem Microsoft das Reporting bei Nachrichten im Dashboard der Xbox One von einer kaum auffindbaren an eine gut sichtbare Stelle verschoben habe, sei die Menge der Reports über unangemessenes Verhalten umgehend um 200 Prozent in die Höhe geschossen, und die Menge der akkuraten Reports sogar um 330 Prozent - es gab also anteilig viel weniger Falschmeldungen. Offenbar nehmen zumindest einige Spieler die verbesserten Möglichkeiten dann doch an.

Nette in Clubs, Pöbler hinter Gitter

Ebenfalls bewährt habe sich auf der Xbox One, dass Spieler eigene Clubs gründen und dafür Tags wie "Neue Spieler willkommen" und "Keine Beleidigungen erlaubt" vergeben können, nach denen Interessierte aktiv suchen können. Für zwei von Microsoft selbst als geschlossene Benutzergruppen eingerichtete Clubs sei die Firma sogar regelrecht von den Betroffenen gefeiert worden: In einen können nur Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle eintreten, der andere ist der Xbox Gaming Girls Social Club - dort sind Frauen unter sich.

Eine originelle Idee zum Umgang mit Mobbern hatte das zu Microsoft gehörende Entwicklerstudio Rare für sein gerade veröffentlichtes Sea of Thieves: Dort können Clans einen herumpöbelnden Kameraden mit einer kleinen Wahl zwangsweise in eine Gefängniszelle - also einen geschlossenen Raum, in dem er nichts weiter machen kann - verfrachten.

Der Knastbruder kann erst wieder per Wahl entlassen werden, wenn er Besserung gelobt oder sich entschuldigt. Das System komme zumindest nach den ersten Erfahrungen bei den Spielern gut an, weil es witzig sei, ins Piratenszenario passe und die Teilnehmer des Spiels damit eine einfache Sanktionsmöglichkeit hätten.

 Onlinespiele: Zwischen Online-Ehre und Opferrolle
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lottikarotti 06. Apr 2018

Kevin, das war nicht nett. Du bist nächstes Mal nicht mehr zu meinem Purzeltag...

lottikarotti 06. Apr 2018

Aha. Die zwei erwachsenen Freunde von dir haben also Ingame-Voice deaktiviert. Toll...

Fears313 26. Mär 2018

Also ich krieg regelmässig die Nachricht, dass der von mir gemeldete Spieler geprüft...

Hotohori 24. Mär 2018

Es ist nicht nur das Gamedesign schuld. Die Schuld einem Element zu zu schieben ist zu...

daarkside 23. Mär 2018

Nun. Solange du kein white hetero male bist, kannst du dir laut Artikel doch ghettos...


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