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Onlinespeicher: Owncloud 4.5 ist fertig

Die freie Webanwendung Owncloud ist in der Version 4.5 erschienen. Die PHP-5-basierte File-Synchronisierungs- und File-Sharing-Software soll vor allem eine schnellere Synchronisierung und Anbindung von externem Cloud-Storage ermöglichen.
/ Christian Klaß
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Owncloud speichert Dateien auf beliebigen Onlinespeicherdiensten. (Bild: Owncloud Inc.)
Owncloud speichert Dateien auf beliebigen Onlinespeicherdiensten. Bild: Owncloud Inc.

Owncloud 4.5(öffnet im neuen Fenster) ist fertig. Zuvor hatte die Community die neue Version der PHP-5-basierten freien File-Synchronisierungs- und File-Sharing-Webanwendung fünf Wochen lang im Betatest genutzt. Nun steht die finale Version zum Download zur Verfügung.

Die Software soll nun eine schnellere Synchronisierung bieten und externe Cloud-Store-Dienste wie etwa Amazon S3, Dropbox, Google Drive oder Strato Hidrive einfach als eigene Ordner in Owncloud einbinden können.

Owncloud 4.5 kann sich automatisch bei anderen WebDAV-, Imap-, Samba- und FTP-Servern anmelden, die in die Owncloud-Einstellungen eingetragen wurden.

Zugriffsrechte auf Dateiebene

Die Anwender können ab Owncloud 4.5 zudem auf Dateiebene bestimmen, wer freigegebene Dateien lesen, bearbeiten oder löschen darf. Diese Rechte lassen sich auch zeitlich begrenzen und URLs, die Zugang zu freigegebenen Dateien bieten, können mit einem Passwort geschützt werden.

Neu ist auch die Versionierung: Wird über das Owncloud-Webinterface eine Datei hochgeladen, deren Name bereits auf dem Owncloud-Server existiert, soll automatisch eine neue Version angelegt und diese als aktuelle Version der Datei geführt werden.

Mit einem neuen integrierten Videoplayer lassen sich über Owncloud gespeicherte Filme und Videos nun zudem direkt ansehen, ohne dass sie dafür vorher heruntergeladen werden müssen. Präsentationen im HTML-5-Format können über ein Plugin in Owncload 4.5 angezeigt werden. Dazu wird das Javascript-Framework impress.js genutzt.

Wichtige Dateien online abrufen

Mit dem Open-Source-basierten Owncloud(öffnet im neuen Fenster) können Privatanwender und Unternehmen Adressen, Termine, Bilder, Office-, Video- und Audiodateien teilen und synchronisieren, die sie auf eigenen Festplatten oder bei einem Hosting-Dienstleister ihres Vertrauens speichern. Von dort können sie auch mit mobilen Geräten abgerufen werden, dazu gibt es eigene Android- und iOS-Apps(öffnet im neuen Fenster) .

Das auch in Nürnberg mit einer Niederlassung vertretene US-Unternehmen Owncloud Inc. will damit eine Alternative zu Cloud-Storage-Diensten wie Dropbox oder Box.net bieten. Owncloud können die Nutzer selbst auf ihren Webservern betreiben oder Verträge mit Providern abschließen, die fertige Owncloud-Server(öffnet im neuen Fenster) anbieten.

Owncloud im Firmeneinsatz

Neben einer kostenlosen Community-Edition(öffnet im neuen Fenster) bietet Owncloud auch die kostenpflichtigen Varianten Owncloud Business Edition(öffnet im neuen Fenster) , Owncloud Enterprise Edition(öffnet im neuen Fenster) und Owncloud Education Edition(öffnet im neuen Fenster) . Die bieten mehr Funktionen und Support. So werden etwa eine Unterstützung für MySQL-, Oracle- und Postgress-Datenbanken, ein Logging-Modul zur Zugriffskontrolle und eine dynamische Storagezuteilung geboten.

Owncloud Inc. wurde 2011 in Boston gegründet. Das europäische Büro ist in Nürnberg. Als Beispiele für Unternehmen, die Owncloud einsetzen, werden die Stuttgarter Lebensversicherung, die University of Florida und die ETH Zürich genannt.


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