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Onlineshops: Verbraucherzentrale bemängelt hohe Speditionskosten bei Ikea

Auf absurd errechnete Speditionskosten ist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Stichproben bei mehreren Onlineshops gestoßen. Die Verbraucherschützer bemängeln, dass unter anderem Ikea sehr hohe Kosten für die Lieferung berechnet - ganz gleich, wie schwer die bestellte Ware ist.

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Verbraucherschützer bemängeln hohe Versandkosten bei Ikea.
Verbraucherschützer bemängeln hohe Versandkosten bei Ikea. (Bild: Jonathan Nackstrand/AFP/Getty Images)

Wer in einem Onlineshop Möbel, Kühlschränke, Waschmaschinen, Geschirrspüler oder andere elektrischen Großgeräte bestellt, bekommt diese meist mit der Spedition geliefert. Dabei hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen abhängig vom Onlineshop sehr sonderbare Preisgestaltungen entdeckt. Die höchsten Speditionskosten von 30 ausgewählten Onlineshops verlangt das schwedische Möbelhaus Ikea - bis zu 175 Euro zahlen Kunden hier für die Lieferung ihrer Möbel.

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Die Belieferung per Spedition unterscheidet sich prinzipiell von einer normalen Paketlieferung, die immer bis zur Haustür gebracht wird. Bei Sperrgutbestellungen wird entweder bis zur Bordsteinkante oder bis zum Aufstellungsort geliefert. Vor allem, wenn nur bis zur Straße geliefert wird, ist das oft etwas versteckt erwähnt, Kunden sollten also genau darauf achten, welche Lieferbedingungen gelten. Sperrgutlieferungen dauern meist auch etwas länger und es gibt einen festen Liefertermin. Die Verbraucherschützer empfehlen, dass Käufer bei Speditionslieferungen nicht nur den Aufstellort ausmessen sollten, sondern auch den Weg dorthin, damit es bei der Zustellung keine unangenehmen Überraschungen gibt.

Zehn von dreißig untersuchten Onlineshops liefern Sperrgutbestellungen prinzipiell immer bis zum Aufstellort. Zehn andere Händler überließen es den Kunden, welche Lieferoption sie bevorzugen, und bei sieben Anbietern wurde generell nur eine Lieferung zur Bordsteinkante angeboten. Drei Shops entschieden selbst, welche Art der Lieferung gewählt wird - für den Kunden nach nicht nachvollziehbaren Kriterien, bemängeln die Verbraucherschützer.

Hohe Versandkosten bei Möbelhäusern

Wer sich auf eine Lieferung bis zur Bordsteinkante einlässt, kann versuchen, den Mitarbeiter der Spedition davon zu überzeugen, die Ware doch zum Aufstellort zu tragen. Einige übernahmen dies auch ohne Aufpreis, andere ließen sich das mit 30 bis 40 Euro zusätzlich zu den Speditionskosten bezahlen. Für die gleichen Gesamtkosten liefern andere Shops garantiert zum Aufstellort.

Besonders hohe Versandkosten für Sperrgüter gab es bei den beiden Möbelhäuseren Ikea und Poco. Die Preisgestaltung bei Ikea bezeichnen die Verbraucherschützer als "frei von Logik": Wer bei Ikea im Wert von bis zu 200 Euro einkauft, zahlt dafür immer 25 Euro Versandkosten - ganz gleich, wie schwer das gelieferte Produkt und wie weit der Lieferweg ist. Dabei kennt Ikea sieben Staffelungen der Versandkosten per Spedition: Bis zu einem Warenwert von 800 Euro kommen 100 Euro für die Lieferung dazu, und erst ab einem Warenwert von 1.200 Euro erhöhen sich die Versandkosten nicht mehr, sie liegen dann bei 175 Euro.

Ähnlich absurd finden die Verbraucherschützer die Staffelung beim Möbelhaus Poco, das bei Speditionskosten sogar neun Staffelungen kennt. Wer für bis zu 100 Euro bestellt, zahlt dafür 30 Euro - also für die Hälfte des Warenwerts noch mal mehr als bei Ikea. Bis zu einem Einkaufswert 750 Euro fallen 80 Euro Versandkosten an, und 120 Euro sind es für Waren im Wert bis 1.000 Euro. Erst ab einem Einkauf ab 1.500 Euro steigen die Versandkosten nicht mehr, dann liegen sie bei 150 Euro und damit nicht ganz so hoch wie bei Ikea.

Lieferung an den Aufstellort kann doppelt so teuer werden

Amazon-Lieferungen werden per Spedition eigentlich kostenlos in die Wohnung geliefert. Aber die Verbraucherschützer berichten von einem Fall, in dem die beauftragte Spedition nur bis zur "Haus- bzw. Wohnungstür" liefern wollte. Weitere Hintergründe teilte die Verbraucherzentrale dazu nicht mit. So ist nicht bekannt, ob die Lieferung direkt von Amazon oder von einem Marketplace-Händler stammte.

Wenn der Kunde sich beim Onlineshop entscheiden kann, ob er bis zur Bordsteinkante oder bis zum Aufstellort geliefert bekommen möchte, gibt es Preiswirrwarr. Je nach Shop kostet die Lieferung zur Bordsteinkante nichts oder bis zu 40 Euro. Bei der Lieferung an den Aufstellort können bis zu 80 Euro dafür anfallen. Nach Beobachtung der Verbraucherschützer verdoppeln sich die Speditionskosten, wenn die Ware zum Aufstellort statt nur bis zur Bordsteinkante geliefert werden soll. Löbliche Ausnahme ist hier der Elektronikhändler Conrad, der für die Lieferung zum Aufstellort immer nur einen Aufschlag von 5 Euro verlangt.

Bei Alternate berechnen sich die Speditionskosten abhängig von der Warengruppe. Fernseher kommen für 40 Euro ins Wohnzimmer, Großgeräte landen für 50 Euro in Küche oder Bad, und die Lieferung großer Side-by-Side-Kühlschränke kostet 90 Euro. Der Händler Euronics unterscheidet zwischen regionalen Versandkosten von 50 Euro und bundesweiten Versandkosten von 70 Euro.



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amokk 24. Sep 2018

Beide verschicken ihre Ware per Mail ?

Chargeback 24. Sep 2018

Ich verstehe das Problem nicht. Wenn man nicht in der Lage ist die Lieferkosten und...

M.P. 24. Sep 2018

Habe ich auch kein Problem damit. Wenn man das "Dicke Ende" erst am Ende des Online...

deefens 24. Sep 2018

Das würde mir gerade noch einfallen, Urlaubstage für Online-Einkäufe zu opfern.

Gokux 23. Sep 2018

Generell werden Volumengewicht und tatsächliches Gewicht gegengerechnet und das...


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