Onlineshopping und Versand: DHL fordert für Pakete ein Maximalgewicht von 23 kg
DHL will sich für eine "gesetzliche Gewichtsbegrenzung von Paketen auf 23 Kilogramm" einsetzen und begründet das mit dem Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter. Vor dem Hintergrund des stetig wachsenden Paketgeschäfts sei eine solche Grenze aus Sicht des Unternehmens ein "unverzichtbarer Beitrag zum langfristigen Gesundheitsschutz der bundesweit tätigen Paketzustellerinnen und -zusteller", heißt es von DHL.
DHL machte keine weiteren Angaben(öffnet im neuen Fenster) zu der geforderten Gewichtsbegrenzung von 23 kg oder wie sich DHL dafür einsetzen will.
Bisher bietet DHL Paketlieferungen mit einem Gewicht von maximal 31,5 kg an(öffnet im neuen Fenster). Wettbewerber wie DPD(öffnet im neuen Fenster) und Hermes(öffnet im neuen Fenster) haben die gleichen Gewichtsbeschränkungen.
Regierung bekannte sich zur 20-Kilogramm-Grenze
Das aktuelle Postgesetz sieht zwar vor, dass Pakete mit einem Einzelgewicht von mehr als 20 kg durch zwei Personen zugestellt werden müssen. Eine Ausnahme davon erlaubt das Gesetz, wenn "einer einzelnen Person" bei der Zustellung ein "geeignetes technisches Hilfsmittel zur Verfügung" steht. Wie dieses Hilfsmittel aussieht, ist allerdings nicht geregelt.
Die Regierungsparteien sprachen sich im Koalitionsvertrag für eine 20-Kilogramm-Grenze in Deutschland aus, ohne diese näher zu beschreiben. So heißt es darin: "Zum Schutz der Beschäftigten bekennen wir uns zu einer 20-Kilogramm-Grenze für Pakete". Im April 2026 verlangte Verdi(öffnet im neuen Fenster) von der Politik eine zügige Umsetzung "einer echten 20-Kilogramm-Grenze für Pakete im Ein-Personen-Handling".
Moritz Kalthoff, Sprecher für Wirtschaft und Arbeit der SPD-Fraktion in Thüringen, forderte im Juni 2026 eine verbindliche Gewichtsgrenze von 20 Kilogramm pro Paket, ohne Ausnahmen über sogenannte technische Hilfsmittel. Dafür wurde eine Bundesratsinitiative angestoßen. Er selbst stellte nach eigenen Angaben jahrelang Pakete zu.
"Ich weiß aus eigener Erfahrung, was es heißt, Tag für Tag schwere Pakete zu schleppen. Eine klare 20-Kilo-Grenze ist kein bürokratisches Detail, sondern handfester Gesundheitsschutz. Wer dafür sorgt, dass unsere Bestellungen ankommen, darf nicht selbst auf der Strecke bleiben", erklärte Kalthoff(öffnet im neuen Fenster).
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