Abo
  • Services:

Onlineshopping: Oberklasse-Smartphone kann den Online-Einkauf teurer machen

Sind Besitzer eines Oberklasse-Smartphones besonders wohlhabend? Davon geht zumindest mancher Händler aus und lässt Kunden bei Bestellung über ein hochwertiges Smartphone unter Umständen mehr zahlen. Verbraucherschützer ermitteln zu versteckten Preisaufschlägen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Online-Einkauf auf dem Smartphon kann teuer werden.
Der Online-Einkauf auf dem Smartphon kann teuer werden. (Bild: Tomohiro Ohsumi/Getty Images)

Für den Käufer undurchschaubar: die Preisgestaltung im Onlinehandel. Je nach Tageszeit, Aufenthaltsort und verwendetem Gerät kann sich der Preis für ein Produkt im gleichen Onlineshop unterscheiden. Und der Onlinehandel tut alles, um das so gut wie möglich geheim zu halten. Verlässliche Informationen gibt es von keinem Händler freiwillig, und für Käufer wird es immer schwerer, versteckten Preiserhöhungen zu entgehen.

Rechtswidrige Preisgestaltung vermutet

Stellenmarkt
  1. Viega Holding GmbH & Co. KG, Attendorn
  2. Universität Konstanz, Konstanz

Am Donnerstag beraten sich die Verbraucherschutzminister der jeweiligen Bundesländer, um das Vorgehen gegen eine ungerechte Preisgestaltung im Online-Handel abzustimmen. Das Verbraucherschutzministerium in Nordrhein-Westfalen ermittelt seit langem zu fragwürdiger Preisgestaltung. Ein erster Zwischenbericht deute darauf hin, dass der Preis für ein Produkt höher ausfalle, wenn von einem bestimmten Gerät bestellt werde, berichtet der WDR.

Manche Händler gehen laut Bericht davon aus, dass ein Kunde mit einem besonders teuren Smartphone oder Tablet bereit ist, mehr Geld für das gleiche Produkt zu bezahlen. Der Verbraucherschutzminister von Nordrhein-Westfalen, Johannes Remmel (Grüne), äußert den Verdacht, dass schon länger bei Onlineeinkäufen die Preise "nach Herkunftsland und nach dem Endgeräte-Typ [...] rechtswidrig festgelegt werden". Bisher sieht Remmel noch nicht kein Massenphänomen, er habe aber ein Auge darauf.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) fielen Ungereimtheiten bei Testkäufen auf. So kostete eine Kamera bei einem Händler 150 Euro, wenn sie vom PC aus bestellt wurde. Bei der Bestellung per Smartphone erhöhte sich der Preis um 20 Euro.

Vorgehen der Händler nur schwer zu beweisen

Das Vorgehen der Händler sei schwer nachzuweisen, sagt Christine Steffen von der Verbraucherzentrale NRW. Oft würden neben dem Endgerät sehr viele weitere Kriterien eine Rolle bei der Preisgestaltung spielen. Dazu gehört der Wohnort, die IP- Adresse, der Tageszeitpunkt oder auch Angebot und Nachfrage. Nach Angaben der Verbraucherschützerin wird zudem bei komplexeren Produkten wie Reisen mehr an den Preisen gedreht.

Die Verbraucherschützer gehen davon aus, dass spezielle Software dafür genutzt wird. Große Anbieter seien in der Lage, jedem Kunden einen anderen Preis anzubieten, um die maximale Kaufkraft abzuschöpfen.

Ratschläge der Verbraucherschützer

Die Verbraucherschützer empfehlen, möglichst nur bei aktiviertem Browser-Privatmodus einzukaufen. Zusätzlich sollten Browserverlauf und Cookies gelöscht werden. Preisvergleiche bewahrten Kunden bei vielen Produkten vor stark überhöhten Preisen. Wer unbedingt vom Smartphone aus bestellen möchte, sollte die Preisangabe in der Desktop-Ansicht des Browsers überprüfen.

Wird ein besonders teures Produkt angeschafft, sollte der angezeigte Preis auf mindestens zwei Geräten verglichen werden, raten sie weiter. Wenn ein Produkt nicht sofort benötigt werde, könne es auch helfen, den Preis zu einer anderen Tageszeit abzufragen. Denn es sei seit langem üblich, dass Onlinehändler die Preise abhängig von der Tageszeit änderten.

An sich seien solche auf den Käufer zugeschnittenen Preise kein alleiniges Phänomen des Onlinehandels, sagt Christine Steffen. So gebe es in Restaurants auch Seniorenteller oder in Bars die Ladies Night. Es gebe aber einen wesentlichen Unterschied: Im Internet seien die personalisierten Preise für den Käufer nicht durchschaubar - und das müsse geändert werden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 49,99€/59,99€
  2. für 849€ (Einzelpreis der Grafikkarte im Vergleich teurer als das Bundle)
  3. 93,85€ (Bestpreis!)

ptepic 23. Apr 2016

Es geht nur um den Preis. Was wird wohl ein Kunde, der bereit ist für mindere Qualität...

Trollversteher 22. Apr 2016

Abgesehen davon scheinen Androiduser sich schon von anfang an an 500¤++ fehlkäufe...

Potrimpo 21. Apr 2016

Gleichzeitig?

tezmanian 21. Apr 2016

Du wohnst im Armenviertel, deshalb bekommst Du alles nur teurer erachte ich auch als...

Trollversteher 21. Apr 2016

Das trifft doch hier auch zu. Ich kann nicht mit *anderen* Anbietern vergleichen, wenn...


Folgen Sie uns
       


Nokia 3 und 5 (2018) - Hands on

HMD Global hat die Nachfolger des Nokia 3 und Nokia 5 vorgestellt. Beide Smartphones haben ein Display im 2:1-Format und laufen mit Android One. Das Nokia 3.1 soll Ende Juni 2018 erscheinen, das Nokia 5.1 soll im Juli 2018 folgen.

Nokia 3 und 5 (2018) - Hands on Video aufrufen
Deutsche Siri auf dem Homepod im Test: Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen
Deutsche Siri auf dem Homepod im Test
Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen

In diesem Monat kommt der dritte digitale Assistent auf einem smarten Lautsprecher nach Deutschland: Siri. Wir haben uns angehört, was die deutsche Version auf dem Homepod leistet.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Patentantrag von Apple Neues Verfahren könnte Siri schlauer machen
  2. Siri vs. Google Assistant Apple schnappt sich Googles KI-Chefentwickler
  3. Digitaler Assistent Apple will Siri verbessern

Anthem angespielt: Action in fremder Welt und Abkühlung im Wasserfall
Anthem angespielt
Action in fremder Welt und Abkühlung im Wasserfall

E3 2018 Eine interessante Welt, schicke Grafik und ein erstaunlich gutes Fluggefühl: Golem.de hat das Actionrollenspiel Anthem von Bioware ausprobiert.

  1. Dying Light 2 Stadtentwicklung mit Schwung
  2. E3 2018 Eindrücke, Analysen und Zuschauerfragen
  3. Control Remedy Entertainment mit übersinnlichen Räumen

Hacker: Was ist eigentlich ein Exploit?
Hacker
Was ist eigentlich ein Exploit?

In Hollywoodfilmen haben Hacker mit Sturmmasken ein ganzes Arsenal von Zero-Day-Exploits, und auch sonst scheinen die kleinen Programme mehr und mehr als zentraler Begriff der IT-Sicherheit verstanden zu werden. Der Hacker Thomas Dullien hingegen versucht sich an einem theoretischen Modell eines Exploits.
Von Hauke Gierow

  1. IoT Foscam beseitigt Exploit-Kette in Kameras
  2. Project Capillary Google verschlüsselt Pushbenachrichtigungen Ende-zu-Ende
  3. My Heritage DNA-Dienst bestätigt Datenleck von 92 Millionen Accounts

    •  /