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Onlineshopping: Höhere Preise bei Bestellung per Smartphone oder Tablet

Wer in Onlineshops per Smartphone oder Tablet bestellt, zahlt unter Umständen mehr als der Kunde, der am Computer einkauft. Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin. In Stichproben mussten die Verbraucherschützer deutlich mehr für das gleiche Produkt bezahlen.

Artikel veröffentlicht am ,
Onlineshopping per Smartphone oder Tablet kann teuer werden.
Onlineshopping per Smartphone oder Tablet kann teuer werden. (Bild: Nicolas Asfouri/AFP/Getty Images)

Beim Einkaufen mit dem Smartphone oder Tablet kann es vorkommen, dass der Kunde mehr zahlt, als wenn er das gleiche Produkt am Computer bestellt, hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Stichproben ermittelt. Mittlerweile kaufen bereits 40 Prozent der Kunden in Deutschland mit dem Smartphone ein, so der Bundesverband des Deutschen Versandhandels. Allerdings sind wohl viele Onlinehändler darauf nicht eingerichtet.

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Die Verbraucherschützer bemängeln, dass sich vielfach Onlineshops nicht vernünftig mit Touchscreen-Geräten bedienen lassen. Besonders auf Geräten mit eher kleineren Displays war es entweder äußerst schwer oder sogar unmöglich, Produkte überhaupt auswählen zu können, um diese in den Warenkorb legen und somit bestellen zu können.

Viele Onlinehändler bieten eigentlich angepasste Webseiten für Tablet und Smartphone, die Kunden wurden aber dennoch auf die normalen Seiten umgeleitet, auf denen die Bestellung von Produkten mit entsprechenden Schwierigkeiten versehen war.

Angebote fehlen auf mobilen Webseiten

Neben diesen prinzipiellen Unzulänglichkeiten bemerkten die Tester, dass so manches Angebot per Mobilgerät einfach nicht bestellbar war. So gab es die Angebote von Pearl und Hornbach generell nicht auf dem Smartphone oder Tablet. Bei der Baumarktkette Hornbach lief gerade eine Raus-damit-Aktion mit über 100 erheblich reduzierten Artikeln, die auf der Mobilseite nicht zu finden waren. Auch die Hornbach-Hotline konnte hier nicht weiterhelfen.

In vielen Onlineshops mussten Kunden mehr bezahlen, wenn sie die Produkte auf dem Smartphone oder Tablet bestellt hatten. Ein Kauf per PC hätte dann Geld gespart. Diesen Vergleich werden aber die wenigsten Kunden machen. So verlangte Notebooksbilliger.de von Smartphone- und Tablet-Nutzern für ein Ultrabook 900 Euro, während es auf dem PC nur 700 Euro kostete.

Produkt war teurer, wenn es per Smartphone bestellt wurde

Ähnliches passierte in den Onlineshops von Capellishop, Comtech, Cyberport, Dewall-Design, Otto, Technikdirekt, Trendaffe und Uhrzeit.org. So kostete ein 47-Zoll-TV bei Comtech auf der mobilen Webseite 1.150 Euro, während auf dem PC nur 1.000 Euro zu bezahlen waren. Im Capellishop gab es eine Wintermütze statt für 4 Euro auf der Mobilseite für 10 Euro.

Die Verbraucherschützer kritisieren, dass diese unterschiedliche Preisgestaltung zwischen PC und Smartphone nicht verboten ist. Daher sollten Kunden vor dem Kauf per Smartphone oder Tablet schauen, ob das Produkt im Onlineshop günstiger ist, wenn es vom PC aus bestellt wird. Wer den Fehler erst nach dem Kauf bemerkt, hat in der Regel die Möglichkeit, den Kauf 14 Tage nach Erhalt der Ware zu widerrufen und sein Geld zurückzubekommen.

Unklar ist, ob der Onlinehandel dies bewusst macht oder ob technische Probleme der Grund dafür sind. Nach Auffassung der Verbraucherschützer sollte der Onlinehandel ein Interesse daran haben, dass Bestellungen per Smartphone oder Tablet nicht teurer werden. Es besteht ansonsten die Gefahr, dass die Kunden das Vertrauen verlieren und nicht mehr per Smartphone oder Tablet einkaufen.

Preise ändern sich während der Bestellung

Im Zuge der Recherche der Verbraucherschützer kam es auch vor, dass ein Produkt während des Bestellvorgangs teurer wurde. So bot der Otto-Shop in der iPad-App eine Sony-Kamera für 150 Euro an. Als die Kamera im Warenkorb landete, hatte sich der Preis auf 170 Euro erhöht. Der Grund dafür blieb unklar. Auch bei Amazon, Conrad, eBay und Media Markt kam es zu sich ändernden Preisen während des Bestellvorgangs.

Nachtrag vom 3. April 2014

In einer Golem.de vorliegenden Stellungnahme hat Cyberport bestätigt, dass es Probleme mit der mobilen Suchseite gibt: "Wir haben einen technischen Fehler in unserer mobilen Search-Engine, der dazu führt, dass auf der mobilen Suchergebnisseite ein veralteter, zumeist etwas höherer Preis angezeigt wird." Cyberport verspricht, den Fehler umgehend zu beheben, nennt dafür aber keinen Termin.

Auch Notebooksbilliger.de hat sich in einem Blogbeitrag dazu geäußert. Demnach bestätigt der Händler, dass der "unregelmäßig stattfindende 'Deal des Tages' aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse auf Smartphones nicht so eindeutig ist". Notebooksbilliger.de verspricht, dass der Preis im Bestellprozess automatisch an den richtigen, niedrigeren "Deal des Tages"-Preis angepasst werde.



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Endwickler 04. Apr 2014

Ja, unterschiedliche Preise auf dem Server sind merkwürdig. Ich könnte mir vorstellen...

Anonymer Nutzer 02. Apr 2014

...die sagen sich einfach, wer auf so einem kleinen Display wirklich bestellen will...

S-Talker 02. Apr 2014

Das ist wohl nicht, was damit gemeint ist, denn wenn du die Reise danach erneut suchst...

violator 02. Apr 2014

Ich kann auch nen Shop rein für mobile Geräte machen und den dann für PCs...

wombat_2 01. Apr 2014

UUUUUUUUUUUND wieder einer der den Artikel nicht gelesen hast. Link: http://www.vz-nrw...


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