Onlineshopping: Greenpeace dokumentiert Warenvernichtung bei Amazon

Bei Amazon werden weiterhin zurückgeschickte, aber auch einfach nicht verkaufte Waren vernichtet. Greenpeace hat die Praxis erneut dokumentiert. Die meisten der zur Zerstörung vorgesehenen Produkte sind offenbar noch funktionstüchtig.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein Fulfillment-Center von Amazon in den USA
Ein Fulfillment-Center von Amazon in den USA (Bild: JOHANNES EISELE/AFP via Getty Images)

Greenpeace hat herausgefunden, dass Amazon in seinem Logistikzentrum in Winsen an der Luhe wöchentlich rund 20 Kubikmeter Neuware verschrottet. Das entspricht dem Volumen einer Lkw-Ladung. Fotos von Greenpeace zufolge werden unter anderem in Kartons mit der Aufschrift "Elektroschrott" Elektronikartikel gesammelt, die noch voll funktionsfähig sein sollen.

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Amazon lässt sowohl von Kunden zurückgesendete Waren als auch Neuware zerstören. Verkaufen Drittanbieter im Marketplace bestimmte Produkte nicht, wird die Lagerung irgendwann unrentabel. Amazon bietet für diese Fälle eine Vernichtung der Ware gegen ein Entgelt an, das geringer sein soll als die Lagerungskosten.

Für die Praxis, noch brauchbare Waren lieber zu vernichten, als sie anderweitigen Zwecken zuzuführen, steht Amazon schon länger in der Kritik. Im Sommer 2018 wurde die Praxis durch Berichte des ZDF und der Wirtschaftswoche bekannt.

Händlerverband verteidigt die Praxis

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel verteidigt die Praxis mit dem Hinweis auf die rechtliche Lage der Händler. "Die Idee, die Zerstörung von Retourenwaren gesetzlich zu verbieten, ist Unfug. Kein Unternehmen meiner Branche hat ein Interesse, wirtschaftlich sinnvoll verwertbare Ware wegzuwerfen oder zu vernichten", erklärte Gero Furchheim, Präsident des Bundesverbandes, im Sommer 2019. Verträge mit Markenherstellern verböten den Händlern nicht selten eine anderweitige Verwertung.

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Die Grünen hingegen wollen Versandhändlern wie Amazon verbieten, zurückgeschickte, neuwertige Waren zu vernichten. Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckhardt, bezeichnete das Vorgehen als "Perversion der Wegwerfgesellschaft".

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dummzeuch 23. Dez 2019

Das bezweifle ich aber mal ganz stark. Greenpeace ist wie viele sog. NGOs zum größten...

Eheran 22. Dez 2019

Das wäre mit einer Spritze+Kanüle jederzeit im Laden selbst blitzschnell möglich. Mit...

Eheran 22. Dez 2019

Genau das habe ich doch angesprochen. Welchen Wert hat die Aussage von Greenpeace, wenn...

flow77 22. Dez 2019

Beim Essen gebe ich dir recht, aber bei Kleidung sehe ich hier jedenfalls keine neuen...



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