Onlineshopping: Deutlich mehr Beschwerden über Briefzustellung
Im ersten Halbjahr 2022 haben sich wieder mehr Verbraucher über Probleme mit Paket- und Briefzustellungen beschwert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Zahl der Beschwerden auf 8.921 gestiegen, wie aus dem halbjährlichen Verbraucherradar (PDF)(öffnet im neuen Fenster) der Bundesnetzagentur hervorgeht. Das entspricht einem Anstieg von 16 Prozent.
Die Zahl der Beschwerdegründe stieg um zwölf Prozent auf 14.760. Dabei gab es erstmals seit 2019 (PDF)(öffnet im neuen Fenster) wieder mehr Beschwerden über die Zustellung von Briefen als über diejenigen von Paketen. Die entsprechende Zahl stieg um 68 Prozent auf 6.757. "Bei den Brief-Beschwerdegründen benannten 68 Prozent der Menschen Probleme bei der Zustellung, zum Beispiel eine mangelhafte oder fehlende Zustellung" , hieß es.
Weniger Beschwerden gab es hingegen bei der Paketzustellung. Deren Zahl sank um ein Viertel auf 5.128. Davon betrafen demnach 77 Prozent Zustellmängel, wie einen unterbliebenen persönlichen Zustellversuch.
Die meisten Beschwerden pro 10.000 Einwohner gab es in den Stadtstaaten Berlin (2,95) und Hamburg (1,88). Die wenigstens Beschwerden pro 10.000 Einwohner registrierten Sachsen-Anhalt (0,42) und das Saarland (0,59).
Deutlich weniger Schlichtungsanträge
Deutlich zurück ging auch die Zahl der Schlichtungsanträge. Diese sank im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 24 Prozent auf 1.520. Die Schlichtungsstelle vermittelt bei Streitigkeiten zwischen Kunden und den Anbietern von Postdienstleistungen. Ziel ist es dabei, eine gütliche Einigung zu erreichen. Seit März dieses Jahres sind Postunternehmen gesetzlich verpflichtet, am außergerichtlichen Schlichtungsverfahren teilzunehmen . Vorher war die Teilnahme freiwillig.
- Anzeige Hier geht es zu den aktuellen Blitzangeboten bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.