Onlineshop: Amazons Rezensions-KI bläht negative Produktkritiken auf
Seit einiger Zeit fasst Amazon Produktrezensionen im Onlineshop mittels KI zusammen. Allerdings scheint die Software aktuell eher schlecht und inkonsistent zu funktionieren. Vor allem werden wenige negative Kritiken bei generell sehr positiv bewerteten Produkten oft aufgeblasen und wichtiger dargestellt, als sie eigentlich sind. Das berichtet das Magazin Bloomberg(öffnet im neuen Fenster).
In einem Beispiel werden etwa Rostspuren an Einweckgläsern als negativer Aspekt dargestellt. Ein Klick auf die negativen Rezensionen zeigt dann, dass 16 von 3.000 Rezensionen überhaupt darauf eingehen – das entspricht unter einem Prozent. Trotzdem nimmt die Erwähnung knapp ein Drittel der KI-Zusammenfassung ein.
Die KI scheint zudem inkonsistent zu sein. In einem weiteren von Bloomberg aufgeführten Beispiel werden etwa die billig wirkenden Tragegurte eines gut bewerteten Rucksacks überhaupt nicht als Negativaspekt erwähnt, obwohl etwa 900 Menschen von 21.315 Rezensionen, mehr als vier Prozent, diese erwähnen.
Amazon will KI verbessern.
"Wenn man nur eine Handvoll negatives Feedback bekommen hat und die KI das als ein durchgehendes und konstantes Schema darstellt, dann ist das nicht fair", sagt Unternehmensberater Jon Elder, der Amazon-Verkäufer berät. Einige Verkäufer wurden zudem von dem neuen KI-Feature überrascht, das genau in der wichtigen Weihnachtszeit nun Probleme bereitet.
Amazon scheint anderer Meinung zu sein. "Unsere Analysen zeigen, dass Review-Highlights Kunden dabei helfen, die richtigen Produkte zu finden. Das führt zu erhöhten Verkäufen", sagt eine Amazon-Pressevertretung per E-Mail. Das System soll dabei stets weiter verbessert werden. Verkäufer könnten sich bei einem Problem jederzeit an den Amazon-Kundensupport richten.
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