Abo
  • IT-Karriere:

Onlineshop: Amazon verklagt Anbieter fingierter Produktbewertungen

Amazon hat fünf Anbieter von Produktbewertungen verklagt. Das Onlinekaufhaus geht verstärkt gegen manipulierte Rezensionen vor, um den Ruf des eigenen Bewertungssystems zu bewahren. Auch gegen Käufer fingierter Bewertungen geht Amazon vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon kämpft juristisch gegen fingierte Bewertungen.
Amazon kämpft juristisch gegen fingierte Bewertungen. (Bild: Kevork Djansezian/Getty Images)

Amazon wehrt sich zunehmend gegen gekaufte Produktbewertungen und hat fünf Webseiten verklagt, die über das Internet Rezensionen angeboten hatten, wie übereinstimmend Cnet und The Seattle Times berichten. Bei dreien der fünf verklagten Webseiten ist nicht bekannt, welche Personen dahinter stehen.

100 Buchrezensionen für 2.200 US-Dollar

Stellenmarkt
  1. INSYS MICROELECTRONICS GmbH, Regensburg
  2. MVV Trading GmbH, Mannheim

Die Klage richtet sich gegen die Webseiten Paidbookreviews.org, Amazonverifiedreviews.com, Amazonreviewstar.com, Buyamazonreviews.info sowie Reviewconnections.com. Nur bei den ersten beiden Webseiten kennt Amazon die verantwortlichen Personen, beim Rest richtet sich die Klage gegen unbekannt.

Die Webseiten boten beispielsweise zum Preis von 2.200 US-Dollar 100 fingierte Buchrezensionen an, das macht 22 US-Dollar pro Rezension. Einige der genannten Webseiten wurden mittlerweile offline gestellt. Gegen alle will Amazon wegen Urheberrechtsverletzung vorgehen und verlangt, die Amazon-Marke nicht weiter zu verwenden und künftig keine fingierten Bewertungen mehr anzubieten.

Amazon verklagt die Auftraggeber

Amazon verlangt von den Anbietern der Webseiten Schadensersatz. Außerdem sollen sie Auskunft über ihre Kunden geben, die die Bewertungen gekauft und in Auftrag gegeben haben. Mit solchen Informationen könnten diese gesperrt werden - so sei bereits wiederholt vorgegangen worden, heißt es von Amazon.

"Wir werden auch weiterhin mit rechtlichen Schritten gegen die Ursachen missbräuchlicher Bewertungen vorgehen", sagte eine Amazon-Sprecherin. Mit dem juristischen Vorgehen gegen fingierte Produktrezensionen will das Onlinekaufhaus den Ruf seines Bewertungssystems schützen. Unter anderem auch wegen der Produktbewertungen ist Amazon zum führenden Onlinekaufhaus aufgestiegen.

Amazon gibt an, dass nur ein geringer Anteil der Bewertungen auf seiner Seite fingiert sei. Seit vergangenem Jahr nutzt Amazon wiederholt den juristischen Weg gegen solche Rezensionen. Nach Angaben von Amazon wurden in diersem Zusammenhang seitdem mehr als 1.000 Personen verklagt.

Nachtrag vom 2. Juni 2016

Amazon geht jetzt auch gerichtlich gegen Käufer fingierter Bewertungen vor. Gegen drei Anbieter in Amazons Marketplace wurde Klage eingereicht, berichtet die Seattle Times. In einer Stellungnahme begründet Amazon den Schritt damit, dass es das Ziel sei, alle Anreize für fingierte Bewertungen auch für Verkäufer zu eliminieren. Das gesamte Ökosystem rund um fingierte Bewertungen solle damit abgeschafft werden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. 4,99€
  3. 54,49€

Dedl 28. Apr 2016

Das Problem bei Amazon ist einfach, das Ganze wird immer schlimmer. Früher (tm) konnte...

CM 27. Apr 2016

Es gibt leider eine große Anzahl von "Testern", für die die kostenlosen Produkte im...

ShopDoc 27. Apr 2016

Erinnert an die Probleme die Google mit gekauften Backlinks hat. Problem: Ohne Backlinks...

Anonymer Nutzer 26. Apr 2016

Was Du in diese Zahlenspielerei aber nicht einbeziehst: Nicht jede Rezension dieser...

mrgenie 26. Apr 2016

Es geht nur um einen geringen Anzahl von fingierten Bewertungen? 1000 Menschen wurden...


Folgen Sie uns
       


Asus Zenfone 6 - Test

Das Zenfone 6 fällt durch seine Klappkamera auf, hat aber auch abseits dieses Gimmicks eine Menge zu bieten, wie unser Test zeigt.

Asus Zenfone 6 - Test Video aufrufen
Elektromobilität: Die Rohstoffe reichen, aber ...
Elektromobilität
Die Rohstoffe reichen, aber ...

Brennstoffzellenautos und Elektroautos sollen künftig die Autos mit Verbrennungsantrieb ersetzen und so den Straßenverkehr umweltfreundlicher machen. Dafür sind andere Rohstoffe nötig. Kritiker mahnen, dass es nicht genug davon gebe. Die Verfügbarkeit ist aber nur ein Aspekt.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Himo C16 Xiaomi bringt E-Mofa mit zwei Sitzplätzen für rund 330 Euro
  2. ADAC-Test Hohe Zusatzkosten bei teuren Wallboxen möglich
  3. Elektroroller E-Scooter sollen in Berlin nicht mehr auf Gehwegen parken

Google Maps: Karten brauchen Menschen statt Maschinen
Google Maps
Karten brauchen Menschen statt Maschinen

Wenn Karten nicht mehr von Menschen, sondern allein von Maschinen erstellt werden, erfinden diese U-Bahn-Linien, Hochhäuser im Nationalpark und unmögliche Routen. Ein kurze Liste zu den Grenzen der Automatisierung.
Von Sebastian Grüner

  1. Kartendienst Google bringt AR-Navigation und Reiseinformationen in Maps
  2. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
  3. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich

Schienenverkehr: Die Bahn hat wieder eine Vision
Schienenverkehr
Die Bahn hat wieder eine Vision

Alle halbe Stunde von einer Stadt in die andere, keine langen Umsteigezeiten zur Regionalbahn mehr: Das verspricht der Deutschlandtakt der Deutschen Bahn. Zu schön, um wahr zu werden?
Eine Analyse von Caspar Schwietering

  1. DB Navigator Deutsche Bahn lädt iOS-Nutzer in Betaphase ein
  2. One Fiber EWE will Bahn mit bundesweitem Glasfasernetz ausstatten
  3. VVS S-Bahn-Netz der Region Stuttgart bietet vollständig WLAN

    •  /