Abo
  • Services:
Anzeige
Amazon mag keine bezahlten Rezensionen mehr.
Amazon mag keine bezahlten Rezensionen mehr. (Bild: Wolfgang Rattay/Reuters)

Onlineshop: Amazon verbietet bezahlte Rezensionen

Amazon mag keine bezahlten Rezensionen mehr.
Amazon mag keine bezahlten Rezensionen mehr. (Bild: Wolfgang Rattay/Reuters)

Bezahlte Rezensionen auf Amazon sind nicht länger erlaubt. Damit könnten Rezensionen zu Produkten wieder mehr Aussagekraft erhalten. Unklar ist, wie das kontrolliert werden soll.

Viele Jahre lang waren sie erlaubt, jetzt sind sie verboten: Amazon gestattet keine Rezensionen mehr, wenn diese bezahlt wurden, wie es Amazon nennt. Das betrifft alle "Rezensionen, die gegen Entgelt in jeglicher Art erstellt worden sind". Das umfasst "Bezahlung (in Form von Geld oder Geschenkgutscheinen), Bonus-Inhalte, Ermöglichen der Teilnahme an einem Wettbewerb oder Gewinnspiel, Rabatte für zukünftige Einkäufe, zusätzliche Produkte oder andere Geschenke".

Anzeige

Die Amazon-Webseite mit den Richtlinien zur Erstellung von Kundenrezensionen wurde entsprechend überarbeitet. Unternehmen hatten Kunden ihre Produkte kostenlos zur Verfügung gestellt und verlangten dafür Rezensionen auf Amazon.de.

Was passiert mit den bisherigen Rezensionen?

Unklar ist hierbei, wie stark Firmen Einfluss auf den Inhalt der Rezensionen genommen haben. Bei solchen Abkommen gibt es immer den Verdacht, dass der Rezensent positiv über ein Produkt schreibt, weil er es behalten kann. Offen ist hierbei auch, ob Unternehmen die Produkte nur dann kostenlos überlassen haben, wenn es eine positive Bewertung gegeben hat.

Amazon machte keine Angaben dazu, wie künftig bezahlte Rezensionen erkannt werden sollen. Wenn Rezensenten von sich aus nicht mehr darauf hinweisen, dass sie den betreffenden Artikel kostenlos erhalten haben, lassen sich gekaufte Rezensionen nicht ohne Weiteres erkennen. Das gilt erst recht für die Kunden von Amazon.

Ausnahmen bleiben bestehen

Von diesen neuen Regeln gibt es aber auch ein paar Ausnahmen. "Buchautoren und Verlage können Lesern weiterhin kostenlose oder vergünstigte Exemplare ihrer Bücher zur Verfügung stellen, solange der Autor oder Herausgeber keine Rezension im Austausch dafür verlangt oder die Rezension zu beeinflussen versucht."

Zudem wird das Vine-Programm von Amazon fortgeführt. Hierbei hat Amazon Kunden für Produkttests ausgewählt und diesen die Produkte zur Verfügung gestellt. Auf den Inhalt der Rezension nimmt Amazon nach eigener Aussage keinen Einfluss.

Amazon machte keine Angaben dazu, wie solche Rezensionen in Zukunft verhindert werden sollen. Bisher waren bezahlte Rezensionen zugelassen, wenn die Bewertung den Hinweis enthielt, dass der Rezensent das Produkt vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen hat. Ob das bei allen bezahlten Rezensionen passiert ist, lässt sich für Außenstehende nicht kontrollieren.

Amazon ruft Kunden zur Mithilfe auf

Alle Amazon-Kunden werden vom Online-Kaufhaus aufgefordert, Rezensionen zu melden, die sich nicht an die geltenden Richtlinien halten. Amazon verspricht, die betreffende Rezension zu prüfen. Der helfende Kunde erfährt dann aber nicht, wie es weitergeht. Amazon weist ausdrücklich darauf hin, dass der Tippgeber keine weiteren Informationen erhalten wird. Wer einen Missbrauch meldet, muss bei Bedarf selbst schauen, ob Amazon aktiv geworden ist.

Amazon machte keine Angaben dazu, wie mit bezahlten Rezensionen umgegangen wird, die bereits veröffentlicht wurden. Auf eine Nachfrage von Golem.de gab es keine Reaktion. Wenn diese Rezensionen bestehen bleiben, würde das die betreffenden Produktrezensionen weiterhin entsprechend beeinflussen.

Nachtrag vom 1. Dezember 2016

Amazon hat auf Nachfrage von Golem.de mitgeteilt, dass bereits veröffentlichte bezahlte Rezensionen erhalten bleiben und nicht entfernt werden. Sie würden nur gelöscht, wenn sie gegen geltende Amazon-Richtlinien verstoßen.


eye home zur Startseite
Squirrelchen 24. Nov 2016

Gerade bei Elektronik, welche eh nur ein paar Monate aktuell ist, ist es vollkommen...

mrgenie 24. Nov 2016

Dann empfehle ich Uhnen einen schönen tropischen Urlaub. Dann baut man das ab.

lejared 24. Nov 2016

Pauschale Vorgehensweisen sind immer Käse. Es gibt genügend fundierte 5 oder 1 Sterne...

Ben Stan 24. Nov 2016

Klar machen sie Sinn, weil viele den Bewertungen blind glauben. Ich für meinen Teil...

Berner Rösti 24. Nov 2016

So pauschal würde ich das nicht sagen. Wer sich was teures selbst leistet, kann genauso...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. State Street Global Exchange, Frankfurt
  2. ING-DiBa AG, Nürnberg
  3. Viessmann Elektronik GmbH, Allendorf
  4. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach


Anzeige
Top-Angebote
  1. 39,99€
  2. 219,00€
  3. 15,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Routerfreiheit

    Vodafone behebt Störung von Aktivierungsportal

  2. Denverton

    Intel plant Atom C3000 mit bis zu 16 Goldmont-CPU-Kernen

  3. Trotz Weiterbildung

    Arbeitslos als Fachinformatiker

  4. Klage gegen Steuernachzahlung

    Apple beruft sich auf europäische Grundrechte

  5. 3D Studio

    Nvidia spendiert Qt Hunderttausende Zeilen Code

  6. Horizon Zero Dawn im Test

    Abenteuer im Land der Maschinenmonster

  7. Qualcomm

    Snapdragon 210 bekommt Android-Things-Unterstützung

  8. New Radio

    Qualcomm lässt neues 5G-Air-Interface testen

  9. Snapdragon X20

    Qualcomm kündigt 1,2-GBit/s-LTE-Modem an

  10. Gesetzentwurf

    Streit über Handy-Kontrolle von Asylbewerbern



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
EU-Funkanlagenrichtlinie: Mit dem Router-Lockdown kommt das absolute Chaos
EU-Funkanlagenrichtlinie
Mit dem Router-Lockdown kommt das absolute Chaos
  1. Freie Software Gemeinnützigkeit-as-a-Service gibt es auch in Europa
  2. CPU-Architektur RISC-V soll dominierende Architektur werden
  3. IETF-Standard Erste Quic-Tests kommen noch diesen Sommer

Autonomes Fahren: Die Ära der Kooperitis
Autonomes Fahren
Die Ära der Kooperitis
  1. Neue Bedienungssysteme im Auto Es kribbelt in den Fingern
  2. Amazon Alexa im Auto, im Kinderzimmer und im Kühlschrank
  3. Focalcrest Mixtile Hub soll inkompatible Produkte in Homekit einbinden

Thimbleweed Park angespielt: Die Rückkehr der unsterblichen Pixel
Thimbleweed Park angespielt
Die Rückkehr der unsterblichen Pixel

  1. Re: Wire Messenger

    FF-AntiK | 15:29

  2. Re: Aussichten Windows/ Linux Admin im Zeitalter...

    bbk | 15:29

  3. Re: Wen wundert das jetzt?

    AngryFrog | 15:28

  4. Re: den alten Stick hätten sie längst vom Markt...

    PedroKraft | 15:28

  5. Re: Also doch nicht 10 Jahre Berufserfahrung ...

    bbk | 15:27


  1. 15:29

  2. 15:00

  3. 14:45

  4. 14:13

  5. 14:12

  6. 14:00

  7. 13:30

  8. 13:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel