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Onlineportal gestartet: Mit sieben Klicks gegen störende Bürokratie

Bürger und Unternehmen sollen auf einfache Weise bürokratische Hindernisse melden können. Ein direktes Feedback ist nicht vorgesehen.
/ Friedhelm Greis
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Das Onlineformular soll zum Abbau von Bürokratie beitragen. (Bild: BMDS)
Das Onlineformular soll zum Abbau von Bürokratie beitragen. Bild: BMDS

Über eine neue Onlineplattform sollen Betroffene künftig anonym Probleme mit der Bürokratie melden können. "Mit dem Einfach-Machen-Portal gibt es erstmalig eine zentrale Anlaufstelle auf Bundesebene für die direkte Beteiligung rund um das Thema Bürokratierückbau" , teilte das Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung am 12. Dezember 2025 mit(öffnet im neuen Fenster) . Das Portal ist unter der Adresse einfach-machen.gov.de/(öffnet im neuen Fenster) zu erreichen.

Der Mitteilung zufolge richtet sich die Seite an Bürger, Unternehmen, Verbände sowie Beschäftigte der Verwaltung. Über ein Formular könnten bürokratische Hindernisse beschrieben und konkrete Verbesserungsvorschläge "mit nur sieben Klicks" eingereicht werden.

Konkret müssen Bürger in einem ersten Schritt ihr Thema eingeben und dieses dann in einen von 18 vorgegebenen Bereichen wie Arbeit, Bildung oder Behördenprozesse einordnen. Anschließend soll die Art des Aufwands eingegrenzt werden. Auch sollen die Nutzer angeben, welche Verwaltungsdienstleistung berührt ist und welche Behörde betroffen sein könnte. Abschließend wird gefragt, wer von der Vereinfachung profitieren könne.

Keine persönlichen Infos erwünscht

Die Angabe personenbezogener Daten wie Name oder E-Mail-Adresse ist nicht erforderlich. Es wird sogar davor gewarnt, Einzelfälle klären zu wollen und dabei persönliche und sensible Informationen einzugeben. Eine individuelle Rückmeldung ist daher nicht möglich. "In regelmäßigen Abständen veröffentlichen wir zusammengefasste Ergebnisse – zum Beispiel Anzahl der Eingaben und häufig genannte Themen" , heißt es in den FAQ(öffnet im neuen Fenster) .

Die Auswertung der Vorschläge erfolge zunächst halbautomatisiert, von 2026 an dann zunehmend automatisiert, "unter anderem durch KI-unterstützte Klassifizierung nach Themen, Dringlichkeit und Relevanz" .


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