Onlineportal: Booking.com muss künftig auf Tricks verzichten

Wer bei Booking.com schon einmal ein Hotelzimmer gebucht hat, wird die Anzeige kennen, dass nur noch ein Zimmer verfügbar sei. Das Reiseportal verzichtet künftig auf derartige Tricks und reagiert damit auf eine Vorgabe der EU-Kommission.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Bei Booking.com soll es künftig fairer zugehen.
Bei Booking.com soll es künftig fairer zugehen. (Bild: DENIS CHARLET / AFP)

Urlauber und Geschäftsreisende können Angebote auf dem Buchungsportal Booking.com künftig besser miteinander vergleichen. Die Plattform habe zugesagt, Angebote anders zu präsentieren, teilte die Brüsseler Behörde mit.

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Demnach wird der Hinweis "nur noch ein Raum verfügbar" künftig nicht mehr angezeigt, wenn dies nur auf Booking.com zutreffe. Auch wird nicht mehr behauptet, der Preis eines Angebots sei zeitlich begrenzt, wenn dieser Preis auch später noch gelte.

Derartige Tricks sollen Nutzer dazu bringen, möglichst schnell ein Zimmer zu buchen - schließlich könnte es ja binnen Sekunden nicht mehr verfügbar sein. Ein derartiger Druck kann dazu führen, dass andere Angebote nicht ausreichend geprüft werden. Bei Booking.com gibt es zusätzlich noch eine Anzeige, wie viele Nutzer das Angebot aktuell vermeintlich ebenfalls ansehen und wann die Unterkunft zuletzt gebucht wurde.

Zahlungen für besseres Ranking werden ersichtlich

Ebenso wird für Nutzer ersichtlich, ob das Ranking der Angebote durch Zahlungen einer Unterkunft beeinflusst wurde. Der Gesamtpreis für eine Buchung inklusive aller unvermeidlichen Gebühren muss prominent angezeigt werden.

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Unternehmen, die in der EU Geschäfte machen wollten, müssten die hiesigen Verbraucherschutzstandards erfüllen, sagte EU-Justizkommissar Didier Reynders. Für einen Marktführer wie Booking.com sei es unerlässlich, der Verantwortung in diesem Bereich gerecht zu werden. Die Änderungen müssen nach Angaben der EU-Kommission bis zum 16. Juni 2020 umgesetzt werden.

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