Onlinekaufhaus: Neue Abteilung bei Amazon bekämpft Produktfälschungen

Amazon will unterbinden, dass gefälschte Produkte auf der eigenen Webseite verkauft werden.

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Amazon will Kampf gegen Produktfälschungen intensivieren.
Amazon will Kampf gegen Produktfälschungen intensivieren. (Bild: Ralph Orlowski/Reuters)

Im Kampf gegen Produktfälschungen will Amazon seine bisherigen Bemühungen intensivieren. Das Onlinekaufhaus hat angekündigt, im Kampf gegen Produktfälschungen eine eigene Abteilung eingerichtet zu haben. Sie setzt sich nach Amazon-Angaben aus "ehemaligen Bundesstaatsanwälten, erfahrenen Ermittlern und Datenanalysten" zusammen. Die neue Abteilung hat die Aufgabe, Unternehmen vor Gericht zu bringen, die versuchen, gefälschte Produkte auf der Amazon-Webseite anzubieten.

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Amazon verspricht sich von diesem Schritt, dass "zivilrechtliche Verfahren gegen mutmaßliche Kriminelle effektiver" als bisher geführt werden können. Dazu solle mit bekannten Markenherstellern in gemeinsamen oder unabhängigen Untersuchungen zusammengearbeitet werden, um Strafverfolgungsbehörden weltweit im Kampf gegen Produktfälschungen zu unterstützen.

"Jeder Fälscher wird darauf hingewiesen, dass er so weit wie gesetzlich möglich zur Rechenschaft gezogen wird, unabhängig davon, wo er versucht, seine Fälschungen zu verkaufen oder wo er sich befindet", sagte Dharmesh Mehta, Vice President, Customer Trust and Partner Support bei Amazon.

Amazon verlangt Unterstützung von Regierungen

"Wir arbeiten hart daran, diese kriminellen Netzwerke zu stören und zu zerschlagen, und wir danken den Strafverfolgungsbehörden, die bereits an diesem Kampf beteiligt sind. Wir fordern die Regierungen nachdrücklich auf, diesen Behörden die Ermittlungsinstrumente, Finanzmittel und Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die sie benötigen, um kriminelle Fälscher vor Gericht zu bringen. Denn die strafrechtliche Durchsetzung - durch Strafverfolgung und andere Maßnahmen wie das Einfrieren von Vermögenswerten - ist eine der wirksamsten Möglichkeiten, sie zu stoppen."

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Nach Angaben von Amazon geht es dem Onlinekaufhaus in erste Linie darum, "zu verhindern, dass eine Fälschung jemals" auf der Webseite erscheint. Im Jahr 2019 habe Amazon dafür über 500 Millionen US-Dollar investiert. Mehr als 8.000 Personen würden sich bei Amazon darum kümmern. Das habe dazu geführt, dass über 2,5 Millionen Verkäuferkonten gesperrt wurden, bevor ein einziges Produkt zum Verkauf angeboten werden konnte. Mehr als sechs Milliarden Produkteinträge seien vergangenes Jahr blockiert worden.

Amazon bietet über den Bereich Marketplace Händlern seit langem die Möglichkeit, Produkte zu verkaufen. Damit erlangt Amazon eine deutlich höhere Vielfalt bei den Produkten. Diese Möglichkeit wurde wiederholt auch dazu missbraucht, darüber Produktfälschungen zu verkaufen.

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