Onlinehandel: Wieder rund 1.000 Amazon-Arbeiter im Streik

An zwei Amazon-Standorten sind Freitag und Samstag rund 1.000 Lagerarbeiter im Streik. Es geht weiter um eine Lohnerhöhung.

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Streiks bei Amazon
Streiks bei Amazon (Bild: Verdi)

Wieder wird bei ‪‎Amazon‬ in Leipzig und Bad Hersfeld gestreikt. Das teilte die Gewerkschaft Verdi am 5. Juli 2015 mit. Mit Beginn der Nachtschicht sind die Beschäftigten der beiden Verteilzentren in Bad Hersfeld und Leipzig zum Streik aufgerufen. Der Ausstand geht am morgigen Samstag bis zum Ende der Spätschicht weiter.

Die Streikenden halten sich vor dem Amazon Werk FRA3 in Bad Hersfeld auf, wo am Mittag eine Streikversammlung stattfindet. In Leipzig hatte ein Verdi-Sprecher gesagt, dass 450 Beschäftigte dem Aufruf folgen würden.

Verdi-Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke sagte Golem.de, dass sich 400 bis 500 Arbeiter an dem Streik beteiligten. Da die Spätschicht noch nicht begonnen habe, seien noch keine genaueren Angaben möglich. Während Verdi die hohe Beteiligung an den Streiks betont, ist Amazon stets bemüht, die Wirkung herunterzuspielen.

Die Gewerkschaft ruft derzeit ihre Mitglieder in zahlreichen Betrieben zum Streik auf, um den Druck in der Tarifauseinandersetzung im Einzelhandel zu erhöhen. "Wir beziehen Amazon derzeit in die allgemeine Tarifrunde im Einzel- und Versandhandel Hessen ein", sagte Middeke. "Wir wollen deutlich machen, dass alle Beschäftigten im Handel eine kräftige Lohnerhöhung verdient haben."

Verdi fordert für den Tarifbereich Einzel- und Versandhandel Hessen eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5,5 Prozent, mindestens jedoch 140 Euro. Amazon wendet keine Tarifverträge an und verweigert Gespräche mit der Gewerkschaft.

Der Tarifkonflikt läuft schon seit dem Frühjahr 2013. Verdi will den US-Versandhändler zur Aufnahme von Tarifverhandlungen zu Bedingungen des Einzelhandels bewegen. Amazon lehnt jedes Gespräch strikt ab und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende dessen, was in der Logistikbranche üblich sei.

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