Onlinehandel: Verbraucherschutz kritisiert Ankaufsportal Momox

Momox lehnt eingesendete Bücher plötzlich als "nicht verkaufbar" ab, auch verschwinden immer wieder Bücher.

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Momox steht unter der Beobachtung des Berliner Verbraucherschutzes.
Momox steht unter der Beobachtung des Berliner Verbraucherschutzes. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Das ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO hat das Ankaufsportal für Bücher Momox untersucht und dabei Unregelmäßigkeiten feststellen können. Bei 21 Einsendungen mit Büchern gab es bei elf Paketen verschiedene Probleme. Auch die Verbraucherzentrale Berlin hat Momox bereits unter Beobachtung.

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Bei den eingesendeten Büchern gab es unter anderem das Problem, dass bestimmte Titel - die nachweislich und dokumentiert in das Paket gelegt wurden - nach der Ankunft bei Momox als "nicht eingeschickt" markiert wurden. Erst auf Nachfrage bestätigte Momox den Eingang und überwies das Geld für das Buch. Oft handelte es sich um das teuerste Buch im Paket, was WISO auch im Fall eines betroffenen Kunden dokumentiert hat.

Außerdem kam es immer wieder vor, dass gut erhaltene Bücher als nicht verkaufbar deklariert wurden. WISO hatte die eingesendeten Bücher zuvor von einem Buchhändler überprüfen lassen, der sie als verkaufbar einstufte. In diesem Punkt gibt es aber durchaus Interpretationsspielraum. Momox zufolge sollen Kunden, die sich das gebrauchte Buch kaufen, auch damit zufrieden sein, was eine strenge Auslegung des Erhaltungszustandes rechtfertigt.

Abgelehnte Bücher werden verkauft

Die Ablehnung von nicht zum Verkauf geeigneten Büchern bekommt aber aufgrund eines weiteren Tests des Wirtschaftsmagazins einen faden Beigeschmack. WISO hatte mehrere neue Bücher in einen transparenten Schutzumschlag geklebt - dadurch wurden sie aufgrund der Einsendekriterien automatisch als "nicht verkaufbar" abgelehnt, was für den Test gewollt war.

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Anschließend lehnte das Wirtschaftsmagazin nämlich die Rücksendung ab. Prompt tauchten die Bücher bei Medimops, dem Verkaufsportal von Momox, zu stellenweise recht hohen Preisen auf. Momox zufolge werden dem Unternehmen überlassene Bücher "zur Kostendeckung" verkauft.

Die Verbraucherzentrale Berlin vermutet allerdings, dass Momox auf diese Weise Gewinn macht. In den allgemeinen Geschäftsbedingungen wird der Weiterverkauf überlassener Bücher nicht erwähnt - lediglich in den FAQs steht, dass abgelehnte und überlassene Bücher nicht nur vernichtet, sondern mitunter auch verkauft werden. Den Verbraucherschützern ist das nicht transparent genug.

Momox verspricht Besserung

Momox hat laut WISO angekündigt, den Beitrag zum Anlass zu nehmen, seine Prozesse zu überarbeiten. Die Verbraucherzentrale Berlin will den Anbieter weiter beobachten.

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jothme 15. Feb 2021

habe ich erst letztens ein paar Kisten gut erhaltene Bücher und CDs auf den Recyclinghof...

momox fashion 11. Feb 2021

Hallo, hast du dich dazu einmal bei unserem Kundenservice gemeldet? Wenn Artikel an uns...

 10. Feb 2021

gelöscht

gadthrawn 10. Feb 2021

Also Altbücherläden hier in der Gegend nehmen schon seit Jahren kaum etwas an. Es gibt...



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