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Amazon-Arbeiter aus verschiedenen Ländern
Amazon-Arbeiter aus verschiedenen Ländern (Bild: Verdi)

Onlinehandel: Streiks bei Amazon Deutschland und Aktion in Polen

Amazon-Arbeiter aus verschiedenen Ländern
Amazon-Arbeiter aus verschiedenen Ländern (Bild: Verdi)

Heute sollen durch den Streik mehrere Zehntausend Pakete liegen bleiben. Die Arbeiter bei Amazon in Polen und Deutschland schließen sich zudem zusammen. In Polen verdienen Amazon-Beschäftigte derzeit laut Verdi rund 3,50 Euro in der Stunde.
Von Achim Sawall

Die Beschäftigten in Leipzig, Bad Hersfeld, Rheinberg und Werne treten am 2. Mai 2016 für zwei Tage in den Streik. Das gab Verdi am 2. Mai 2016 bekannt. Die Arbeitsniederlegungen haben in Bad Hersfeld und Leipzig bereits mit der Nachtschicht begonnen und dauern bis zum Ende der Spätschicht am 3. Mai. In Koblenz wird am 3. Mai gestreikt.

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Zugleich reist eine Gruppe von rund 60 Amazon-Beschäftigten aus Bad Hersfeld und Leipzig nach Wroclaw (Breslau) in Polen. Sie wollen ihre dortigen Kollegen unterstützen. In Polen verdient die Mehrheit der Amazon-Beschäftigten derzeit laut Verdi rund 3,50 Euro in der Stunde.

Die Gewerkschaft erwartet, dass sich heute in Leipzig rund 400 Beschäftigte an dem Streik beteiligen. "Wir sind uns sicher, dass dadurch mehrere Zehntausend Pakete liegen bleiben und es zu Verzögerungen kommt", erklärte Landesfachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago. Amazon erklärt bei jedem Streik, dass es nicht zu Einschränkungen kommt.

Warenströme kurzfristig nach Polen

"Die Amazon-Beschäftigten organisieren sich über die Grenzen hinweg solidarisch, um gemeinsam für ihre Ziele zu kämpfen. Der 3. Mai ist in Polen ein Feiertag und von den polnischen und deutschen Beschäftigten bewusst für Streiks oder Protestaktionen ausgewählt worden. Denn Amazons Strategie, einen Teil der Warenströme kurzfristig von Deutschland nach Polen zu verlagern, läuft so ins Leere", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Das Arbeitsgericht Berlin hatte im April entschieden, dass es dem US-Konzern nicht zugemutet werden kann, dass auf dem Betriebsgelände gestreikt wird. Die Versandarbeiter sollen auf der Bundesstraße stehen dürfen. Zuvor wollte der US-Konzern schon das Flugblattverteilen verbieten lassen.

Es geht den Beschäftigten um eine etwas höhere Bezahlung, Urlaubsgeld und tarifliches Weihnachtsgeld. Die wöchentliche Arbeitszeit soll auf 37,5 Stunden festgeschrieben und sechs Wochen Urlaub gewährt werden. Der Kampf dauert bereits seit drei Jahren. Amazon lehnt jedes Gespräch mit der Gewerkschaft ab. Laut Konzerndarstellung werden an allen Standorten in Deutschland mindestens 10 Euro brutto pro Stunde gezahlt, im Durchschnitt in Deutschland 10,40 Euro brutto pro Stunde bei 38,75 Stunden pro Woche. Hinzu kommen Bonus, Weihnachtsgeld, Mitarbeiteraktien, Gratisversicherungen, ein Pensionsfonds und Mitarbeiterrabatte.


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