Onlinehandel: Streiks bei Amazon an mehreren Standorten fortgesetzt

Die meisten Mitarbeiter arbeiten regulär, sagt Amazon. Die Gewerkschaft behauptet etwas anderes: Heute sind nach Angaben der Streikenden insgesamt 600 Beschäftigte im Ausstand.

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Amazon-Standort in Koblenz
Amazon-Standort in Koblenz (Bild: Wolfgang Rattay/Reuters)

Die gewerkschaftlich aktiven Beschäftigten an den Amazon-Standorten Leipzig und Graben sind in der heutigen Frühschicht erneut in den Streik getreten. Das gab die Gewerkschaft Verdi bekannt. Die Arbeitsniederlegungen sollen vorerst bis zum Ende der heutigen Spätschicht dauern.

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Die kurzfristigen Streikaufrufe und unterschiedlich getakteten Streiktage sollen Amazon in Bedrängnis bringen. Das Unternehmen habe Schwierigkeiten, sich innerhalb weniger Stunden auf die flexible Streikstrategie einzustellen, sagt die Gewerkschaft.

Doch Amazon erklärt bei jedem Streik, dass die Proteste "keinerlei Auswirkungen auf die Einhaltung des Lieferversprechens" hätten. Die überwältigende Mehrheit der 11.000 fest angestellten Mitarbeiter in Deutschland arbeite regulär.

Wer zählt die Streikenden richtig?

Amazon-Deutschland-Sprecherin Anette Nachbar hat Golem.de zudem gesagt, dass die Angaben der Gewerkschaft zur Anzahl der Streikenden nichts stimmten. Die Unternehmensangaben liegen meist über die Hälfte unter denen der Gewerkschaft. "Ich kann hier für jeden einzelnen Mitarbeiter genau sehen, wer nicht im System angemeldet ist", sagte Nachbar. Verdi-Sprecher Thomas Voß sagte Golem.de dagegen, die Lagerarbeiter würden auch "nach Beginn der Frühschicht rausgehen. Das entwertet die Aussage von Amazon völlig."

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In Leipzig nehmen laut Voß 400 Beschäftigte an dem Ausstand teil. In Graben seien aus der Frühschicht 200 Lagerarbeiter aktiv, sagte der dortige Verdi-Sprecher Thomas Gürlebeck Golem.de.

Die Beschäftigten der Amazon-Versandzentren Bad Hersfeld und Leipzig haben bereits am frühen Morgen des 23. März die Arbeit niedergelegt. Zuvor hatten bereits die Lagerarbeiter am Amazon-Standort Koblenz mit Beginn der Nachtschicht am 21. März gestreikt. In Rheinberg und Werne waren die Beschäftigten am 24. März zum Arbeitskampf aufgerufen. Verdi hatte zugleich auch zum Streik in dem Amazon-Versandlager in Pforzheim aufgerufen.

Er geht den Beschäftigten um eine etwas höhere Bezahlung, Urlaubsgeld und tarifliches Weihnachtsgeld. Die wöchentliche Arbeitszeit soll auf 37,5 Stunden festgeschrieben und sechs Wochen Urlaub gewährt werden. Der Kampf dauert bereits seit fast drei Jahren. Amazon lehnt jedes Gespräch mit der Gewerkschaft ab.

Laut Konzerndarstellung werden an allen Standorten in Deutschland mindestens 10 Euro brutto pro Stunde gezahlt, im Durchschnitt in Deutschland 10,40 Euro brutto pro Stunde bei 38,75 Stunden pro Woche. Hinzu kommen Bonus, Weihnachtsgeld, Mitarbeiteraktien, Gratisversicherungen, ein Pensionsfonds und Mitarbeiterrabatte.

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dependent 30. Mär 2016

http://www.amazon-logistikblog.de/fakten/ Dort findet man eigentlich alle wichtigen...

gelöscht 29. Mär 2016

Daran erkennt man schon wie wirr Verdi Argumentiert. Im unteren Absatz unterstellen sie...

Snooozel 29. Mär 2016

Amazon soll ja auch recht Paranoid sein was Diebstähle betrifft. Die wissen auch deswegen...

plutoniumsulfat 29. Mär 2016

Das Profil kann man auch bei hundert anderen Anbietern nicht löschen. Und ich gehe mal...



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