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Onlinehandel: Streiks an mehreren Amazon-Standorten

Nach den Protesten zum Black Friday streiken auch vor Weihnachten wieder Mitarbeiter bei Amazon. Auswirkungen auf den Versand soll es nicht geben.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Bild eines vergangenen Streiks nahe Koblenz
Bild eines vergangenen Streiks nahe Koblenz (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)

Mitarbeiter des Online-Händlers Amazon in Bad Hersfeld haben am frühen Morgen des 21. Dezember 2020 ihre Arbeit niedergelegt. Eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi rechnete mit etwa 500 Beteiligten. Der Ausstand begann mit der Nachtschicht und soll bis einschließlich Heiligabend andauern. Verdi hatte an den beiden Standorten in Bad Hersfeld zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

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Auch in Rheinberg, Werne und an weiteren drei Standorten legten Amazon-Mitarbeiter ihre Arbeit nieder. Am 20. Dezember 2020 kurz vor Mitternacht habe der Streik dort begonnen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Er rechne mit etwa 500 Beteiligten in Rheinberg und 300 Teilnehmenden in Werne. Zur Weihnachtszeit ließen der Erfahrung nach eher immer etwas mehr Mitarbeiter ihre Arbeit ruhen als sonst im Jahr. Der Ausstand solle auch hier bis einschließlich Heiligabend andauern.

Ziel sei die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie der Abschluss eines Tarifvertrages für gute und gesunde Arbeit. Amazon lehnt dies ab, weil die Tätigkeiten an den verschiedenen Standorten nicht dem Einzelhandel, sondern der Logistik zuzurechnen seien.

Laut Amazon keine Auswirkungen auf Weihnachtsgeschäft

Die Aktionen hätten keine Auswirkungen auf Kundenlieferungen, der allergrößte Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeitet Amazon zufolge ganz normal. Zuletzt war bei Amazon vor wenigen Wochen gestreikt worden: Zum Black Friday hatten Mitarbeiter an sieben Standorten die Arbeit niedergelegt, auch hier ging es um die Anerkennung der flächendeckenden Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitierten bereits von «exzellenten Löhnen, exzellenten Zusatzleistungen und exzellenten Karrierechancen», hieß es am 21. Dezember 2020 vonseiten Amazons. Oberste Priorität habe deren Gesundheit und Wohlbefinden.

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DauvomDienst 22. Dez 2020

Hallo Rolf, warst du den damals Gewerkschaftsmitglied?

Telecom... 22. Dez 2020

Nach der Pleite beim Post-Streik 2015 hat die Krone von Verdi so viel Glanz verloren, da...

fanreisender 21. Dez 2020

Und was ist mit dem Gutdünken der Streikenden? Aktuell besteht ein durchaus ausgewogenes...


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