Onlinehandel: Streik bei Amazon Deutschland geht weiter

Es ist bereits die dritte Woche in Folge mit Streiks an den Amazon-Standorten. Bei den Streiks legt rund ein Drittel bis rund die Hälfte der Beschäftigten einer Schicht die Arbeit nieder.

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Amazon-Beschäftigte im Streik
Amazon-Beschäftigte im Streik (Bild: Tim Schmidt/Verdi)

An fünf Standorten von Amazon Deutschland streikt heute wieder ein größerer Teil der Belegschaft. Das gab die Gewerkschaft Verdi am 4. Oktober 2016 bekannt. Bestreikt werden die Standorte Rheinberg und Werne (Nordrhein-Westfalen), Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen) sowie Koblenz (Rheinland-Pfalz). Die Arbeitsniederlegungen umfassen die Früh- und Spätschicht. In Bad Hersfeld und Koblenz hat der Streik bereits mit der vergangenen Nachtschicht begonnen.

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In den Versandzentren seien am Wochenende und an dem anschließenden Feiertag viele Bestellungen liegengeblieben, so dass die Streiks erneut deutliche Wirkung zeigten. "Der Druck auf Amazon lässt nicht nach. Amazon muss verstehen, dass sich die Beschäftigten ohne einen Tarifvertrag nicht zufriedengeben werden", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Es ist bereits die dritte Woche in Folge mit Streiks an den Amazon-Standorten.

Proteste auch an der Amazon-Zentrale

In der vergangenen Woche hatten Beschäftigte und Gewerkschaftsvertreter aus mehreren europäischen Ländern vor der Amazon-Zentrale in Luxemburg protestiert. Am Protest beteiligten sich Vertreter von Gewerkschaften aus der Tschechischen Republik (OSPO), Polen (Solidarnosc), der Slowakei (FES), Frankreich (CGT), Spanien (FSC-CCOO), Luxemburg (OGBL) und Verdi aus Deutschland.

Es geht den Beschäftigten um eine etwas höhere Bezahlung, Urlaubsgeld und tarifliches Weihnachtsgeld. Die wöchentliche Arbeitszeit soll auf 37,5 Stunden festgeschrieben und sechs Wochen Urlaub gewährt werden. Laut Konzerndarstellung werden an allen Standorten in Deutschland mindestens 10 Euro brutto pro Stunde gezahlt, im Durchschnitt in Deutschland 10,40 Euro brutto pro Stunde bei 38,75 Stunden pro Woche. Hinzu kommen Bonus, Weihnachtsgeld, Mitarbeiteraktien, Gratisversicherungen, ein Pensionsfonds und Mitarbeiterrabatte.

Nachtrag vom 4. Oktober 2016, 17:30 Uhr

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Verdi-Sprecherin Eva Völpel sagte Golem.de: "Wir hatten heute an den Standorten insgesamt rund 1.700 Streikende. Wie auch beim letzten Streik waren - je nach Standort - zwischen einem Viertel und über 30 Prozent der Tagesbeschäftigten im Ausstand. Das stört den Ablauf bei Amazon empfindlich."

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u21 05. Okt 2016

Blick in den Gesellschaftsvertrag zum Unternehmenszweck hilft weiter: "c) Gegenstand des...

Palerider 05. Okt 2016

Aber Verdi sind doch 'die Guten', da braucht man doch keinen Tarifvertrag ;-)

Moe479 05. Okt 2016

Leider gibt es in Deutschland nur eine recht verhaltene Streikkultur, aber die...

negecy 04. Okt 2016

Kann dem nur beipflichten, Verdi ist ein unmöglicher Haufen. Vergangene Streiks bspw. am...

Anonymer Nutzer 04. Okt 2016

Da muss man nicht froh sein. Schlicht nicht der Gewerkschaft beitreten und selbst mit...



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