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Streiks bei Amazon
Streiks bei Amazon (Bild: Verdi)

Onlinehandel: Rund 2.100 Amazon-Arbeiter im Streik

Streiks bei Amazon
Streiks bei Amazon (Bild: Verdi)

Und wieder gibt es eine Streikwelle bei Amazon. Verdi berichtet von hoher Arbeitshetze und Überwachung am Arbeitsplatz. Der Druck ist extrem: In Feedback-Gesprächen würden Arbeiter wegen Inaktivität von nur einer Minute unter Druck gesetzt.

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Dem heutigen Streikaufruf der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bei Amazon sind rund 2.100 Beschäftigte gefolgt. Das sagte Verdi-Sprecher Stefan Najda Golem.de auf Anfrage. Die Streiks dauern vorläufig bis zum 24. Juni 2015 bis zum Ende der Spätschicht.

An den Standorten Rheinberg und Werne (Nordrhein-Westfalen), Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen) und Graben (Bayern) haben Beschäftigte am 22. Juni 2015 mit Beginn der Frühschicht die Arbeit niedergelegt. Die Streiks dauern vorläufig bis Mittwoch bis zum Ende der Spätschicht.

"Kurz vor der Urlaubszeit stellen wir in den Vordergrund, dass es bei Amazon kein Urlaubsgeld und weniger Urlaubstage gibt", sagte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke. "Amazon-Beschäftigte haben nur 28 Arbeitstage Urlaub, der tarifliche Anspruch wären 30 Tage, und es gäbe ein tarifliches Urlaubsgeld von derzeit 1.182 Euro nach hessischem Tarif." Bei Amazon gibt es kein Urlaubsgeld und nur ein geringes Weihnachtsgeld.

Die Streiks bei Amazon Deutschland begannen im April 2013. Beschäftigte bei Amazon klagen laut Verdi über hohe Arbeitshetze und Überwachung am Arbeitsplatz. In Feedback-Gesprächen würden Arbeiter wegen Inaktivität von nur einer Minute unter Druck gesetzt.

Amazon erklärte Golem.de: "Der aktuell von Ver.di organisierte Streik hat keinen Einfluss auf die Einhaltung unseres Kundenversprechens. Denn die überwältigende Mehrheit unserer Mitarbeiter arbeitet normal. Über den gesamten Tag haben deutschlandweit weniger als 1.450 Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt."

Kündigungsschutz für Betriebsräte unterlaufen

Am 24. Juni 2015 werden die Entfristungsklagen von vier Betriebsratsmitgliedern am Arbeitsgericht in Brandenburg an der Havel verhandelt. Alle vier waren bis Ende 2014 oder bis zum 31. Januar 2015 bei Amazon in Brieselang bis zu anderthalb Jahre befristet beschäftigt. Ihre Verträge wurden zusammen mit weiteren 900 Befristeten nicht erneut verlängert, obwohl es inzwischen wieder rund 50 Neueinstellungen im Betrieb gab. Der Kündigungsschutz für Betriebsräte hilft den Aktiven deswegen nicht.

In der Regel würden befristet Beschäftigte nicht weiterbeschäftigt, obwohl ihnen dies bei guten Leistungen regelmäßig versprochen werde.


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Izu87 26. Jun 2015

Würde mich wundern wenn das Amazon Mitarbeiterinnen sind. Die gehören wahrscheinlich eher...

Dwalinn 23. Jun 2015

naja bisher haben die Amazon Streiks eh kaum was bewirkt.... das etwas später kam als...

Chantalle47 23. Jun 2015

Hier bei uns seit 20 Tagen keine Geschäftspost mehr, lustigerweise funktioniert es bei...

Dwalinn 23. Jun 2015

In den letzten 100-200 Jahren sind immer mehr Jobs weggefallen, dafür sind dann andere...



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