Onlinehandel: Rewe beteiligt sich an Schnelllieferdienst Flink

Das Startup Flink soll Lebensmittel von Rewe in weniger als zehn Minuten ausliefern. Bei dem Unternehmen wurde jüngst ein Datenleck entdeckt.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Flink liefert Produkte von Rewe aus.
Flink liefert Produkte von Rewe aus. (Bild: Flink)

Die Handelsgruppe Rewe baut ihr Engagement im Online-Lebensmittelhandel aus und steigt beim Schnelllieferdienst Flink ein. Rewe habe bei der jüngsten, 240 Millionen US-Dollar (198 Millionen Euro) umfassenden Finanzierungsrunde des Berliner Startups eine Minderheitsbeteiligung erworben und werde exklusiv die Warenversorgung von Flink übernehmen, teilte die Handelsgruppe am Freitag mit.

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Flink ist einer von mehreren Schnelllieferdiensten, die zur Zeit für Bewegung im Onlinehandel mit Lebensmitteln sorgen, indem sie die Lieferung der bestellten Ware mithilfe von E-Bikes beispielsweise innerhalb von zehn Minuten anbieten. Aktuell ist Flink in 19 deutschen Städten aktiv. Bekanntester Konkurrent ist Gorillas. Finanziert werden die Startups überwiegend durch Wagniskapital.

Rewe-Chef Lionel Souque betonte, der Online-Lebensmittelhandel in Deutschland habe sich in der Corona-Krise verdoppelt. Rewe sehe sich als Marktführer mit seinen Liefer- und Abholangeboten gut positioniert. Doch sei zu erkennen, "dass sich das Liefergeschäft mit Lebensmitteln in Deutschland aktuell sehr stark ausdifferenziert".

Neben Vollsortiments-Anbietern wie Rewe mit bis zu 20.000 bestellbaren Artikeln träten Schnelllieferdienste, die eine kleinere Warenauswahl innerhalb weniger Minuten lieferten. Rewe wolle durch die Kooperation mit Flink von diesem Marktsegment profitieren.

Datenleck offenbarte Kundendaten

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Sowohl Flink als auch dessen Konkurrent Gorillas hatten erst kürzlich mit Datenlecks zu kämpfen. Die Forschergruppe Zerforschung fand bei beiden Anbietern gravierende Schwachstellen, mit denen sich die persönlichen Daten der Betroffenen sowie deren Bestellungen von Dritten abfragen ließen. Die Probleme wurden mittlerweile behoben.

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"Wir finden: Wer mit personenbezogenen Daten arbeitet, muss diese ausreichend sichern. Startups können dabei keinen Welpenschutz für sich reklamieren. Wenn das Produkt marktreif genug ist, um Kundendaten zu speichern, muss es auch reif genug sein, diese für sich zu behalten", erklärte Zerforschung beim Aufdecken das Datenlecks bei Flink.

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