Abo
  • Services:
Anzeige
Lager mit Elektrofahrrädern
Lager mit Elektrofahrrädern (Bild: Sam Panthaky/AFP/GettyImages)

Onlinehandel: Lockangebote mit nicht vorrätiger Ware sind unzulässig

Lager mit Elektrofahrrädern
Lager mit Elektrofahrrädern (Bild: Sam Panthaky/AFP/GettyImages)

Mancher Onlinehändler schummelt dreist, was seinen Lagerbestand angeht. Wer mit Angaben zu einem knappen Bestand die Kunden unter Druck setzt, muss aber liefern können.

Anzeige

"Nur noch wenige Exemplare auf Lager": Wer als Onlinehändler so wirbt, muss die Ware auch wirklich auf Lager haben oder zumindest bei Dritten in der angegebenen Lieferzeit beschaffen können. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm hervor (Az.: 4 U 69/15). Anderenfalls handele es sich um ein wettbewerbswidriges Lockangebot. Auf die Entscheidung weist die Arbeitsgemeinschaft IT-Recht im Deutschen Anwaltverein (DAV) hin.

In dem Fall hatte ein Freiburger Online-Shop im Dezember 2014 ein E-Bike mit dem besagten Hinweis auf knappen Lagerbestand angeboten und die Lieferzeit mit etwa zwei bis vier Werktagen angegeben. Der Inhaber eines konkurrierenden Online-Shops startete daraufhin über eine Anwaltskanzlei eine Testbestellung: Dieser wurde dann mitgeteilt, dass das bestellte Rad nicht am Lager sei, das neue 2015er-Modell aber im Januar geliefert werden könne.

Verkäufer darf keinen Warenvorrat vortäuschen

Der Wettbewerber sah das als unzulässige Lockvogelwerbung an, verlangte von dem Online-Shop Unterlassung und war schließlich vor dem Landgericht Bochum damit erfolgreich. Auch die Richter am OLG Hamm sahen in dem Geschäftsgebaren einen Verstoß gegen das Verbot von Lockangeboten: Könne ein Unternehmer eine bestimmte Ware in einem angemessenen Zeitraum und in angemessener Menge nicht zur Verfügung stellen, dürfe er diese nicht zu einem bestimmten Preis anbieten, ohne den Kunden auf seinen fehlenden Warenvorrat hinzuweisen.

Das Verbot gelte auch für Produktpräsentationen im Internet, mit denen der Kunde zur Abgabe eines konkreten Angebots aufgefordert werden soll, wie es der beklagte Händler getan hat, schrieben die Richter. Mit dem Hinweis auf den Lagerbestand sei der Kunde nicht über den fehlenden Warenvorrat aufgeklärt worden. Im Gegenteil habe der Händler sogar den Eindruck erweckt, noch über entsprechende Räder zu verfügen und den Kunden regelrecht zu einer schnellen Kaufentscheidung animiert - obwohl noch nicht einmal das ersatzweise angebotene Rad innerhalb der angegebenen Frist lieferbar gewesen wäre.


eye home zur Startseite
der_wahre_hannes 26. Nov 2015

Der Kunde als solcher kann dagegen ja auch nicht klagen, sondern nur ein Konkurrent.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  2. inxire GmbH, Frankfurt am Main
  3. Daimler AG, Ulm
  4. SIGMETA Informationsverarbeitung und Technik GmbH, München


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)

Folgen Sie uns
       


  1. Building 8

    Facebook arbeitet an modularem Mobilgerät

  2. Remote Control

    Serienklassiker Das Boot wird VR-Antikriegsspiel

  3. TLS-Zertifikate

    Symantec fällt auf falschen Key herein

  4. Shipito

    Mit wenigen Mausklicks zur US-Postadresse

  5. Ausprobiert

    JPEGmini Pro komprimiert riesige JPEGs um bis zu 80 Prozent

  6. Aufstecksucher für TL2

    Leica warnt vor Leica

  7. Autonomes Fahren

    Continental will beim Kartendienst Here einsteigen

  8. Arduino 101

    Intel stellt auch das letzte Bastler-Board ein

  9. Quartalsbericht

    Microsoft kann Gewinn durch Cloud mehr als verdoppeln

  10. Mobilfunk

    Leistungsfähigkeit der 5G-Luftschnittstelle wird überschätzt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Neuer A8 vorgestellt: Audis Staupilot steckt noch im Zulassungsstau
Neuer A8 vorgestellt
Audis Staupilot steckt noch im Zulassungsstau
  1. Autonomes Fahren Audi lässt Kunden selbstfahrenden A7 testen
  2. Elektroauto Volkswagen ID soll deutlich weniger kosten als das Model 3
  3. MEMS Neue Chipfabrik in Dresden wird massiv subventioniert

Anker Powercore+ 26800 PD im Test: Die Powerbank für (fast) alles
Anker Powercore+ 26800 PD im Test
Die Powerbank für (fast) alles
  1. SW271 Benq bringt HDR-Display mit 10-Bit-Panel
  2. Toshiba Teures Thunderbolt-3-Dock mit VGA-Anschluss
  3. Anker Powercore+ 26800 PD Akkupack liefert Strom per Power Delivery über USB Typ C

Matebook X im Test: Huaweis erstes Ultrabook glänzt
Matebook X im Test
Huaweis erstes Ultrabook glänzt
  1. Huawei Neue Rack- und Bladeserver für Azure Stack vorgestellt
  2. Matebook X Huaweis erstes Notebook im Handel erhältlich
  3. Y6 (2017) und Y7 Huawei bringt zwei neue Einsteiger-Smartphones ab 180 Euro

  1. Re: Ich vermisse die Kennzeichnung "sponsored Post"

    SchmuseTigger | 10:33

  2. Re: IT Experten beklagen zu niedrige Löhne

    c0nsultant | 10:32

  3. Re: Darf man Einbrecher platt machen?

    __destruct() | 10:32

  4. Re: Obendrein muss das OS an jeden ARM-Chip...

    ElTentakel | 10:31

  5. Re: Servertickrate

    LH | 10:31


  1. 10:31

  2. 10:09

  3. 09:51

  4. 09:05

  5. 08:03

  6. 07:38

  7. 07:29

  8. 07:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel