• IT-Karriere:
  • Services:

Onlinehandel: Ikea plant keinen Möbelverkauf über Amazon

Ikea hat keine Pläne mehr, die eigenen Möbel über einen Onlineshop wie Amazon zu verkaufen. Stattdessen will der Einrichtungskonzern den eigenen Onlineshop stärken und die Kunden dazu bringen, mehr darüber zu bestellen. Bald sollen Bestellungen auch über die Ikea-App möglich sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Ikea will das eigene Onlinegeschäft intensivieren.
Ikea will das eigene Onlinegeschäft intensivieren. (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)

Ikea selbst will seine Möbel auch weiterhin nicht über große Onlinehändler wie etwa Amazon verkaufen. Im Februar 2019 habe es es in der Chefetage entsprechende Überlegungen gegeben, die aber mittlerweile verworfen worden seien, berichtete zuerst die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Golem.de hat sich die Angaben vom Unternehmen bestätigen lassen. Das Augenmerk von Ikea liege "zurzeit ganz klar auf unseren eigenen Vertriebskanälen", sagte eine Sprecherin.

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Technikum GmbH, Ehningen bei Stuttgart
  2. Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg

Die eigene Plattform sei bekannt genug, weshalb eine Kooperation mit Amazon nicht notwendig sei. Zudem werde befürchtet, dass sich dadurch der Kontakt zum Kunden verschlechtern würde, schreibt die FAZ. Auch befürchte Ikea, dass die Möbel beim Verkauf über Amazon teurer würden, weil das Onlinekaufhaus beim Verkauf immer eine Provision einbehalte. Diese falle nicht an, wenn Ikea seine Möbel direkt verkaufe.

Etliche Marketplace-Händler verkaufen schon lange Ikea-Möbel auf der deutschen Amazon-Webseite - meist deutlich teurer als bei Ikea direkt. Ein solcher Verkauf werde von Ikea erlaubt, sofern die Warenzeichen nicht missbraucht würden, sagte eine Ikea-Sprecherin Golem.de.

Auf der Ikea-Webseite werden schon lange alle Produkte des schwedischen Möbelhauses verkauft. Auf Wunsch können die online bestellten Möbel auch bei einem Ikea-Warenhaus abgeholt werden. Das kann die Versandkosten senken. Im Herbst 2018 hatte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bemängelt, dass bei einer Stichprobe von 30 Onlineshops die höchsten Speditionskosten bei Ikea ermittelt wurden: Bis zu 175 Euro zahlen Kunden hier für die Lieferung ihrer Möbel.

Die Preisgestaltung bei Ikea bezeichnen die Verbraucherschützer als "frei von Logik": Wer bei Ikea im Wert von bis zu 200 Euro einkauft, zahlt dafür immer 25 Euro Versandkosten - ganz gleich, wie schwer das gelieferte Produkt und wie weit der Lieferweg ist. Dabei kennt Ikea sieben Staffelungen der Versandkosten per Spedition: Bis zu einem Warenwert von 800 Euro kommen 100 Euro für die Lieferung dazu, und erst ab einem Warenwert von 1.200 Euro erhöhen sich die Versandkosten nicht mehr, sie liegen dann bei 175 Euro. Die genannten Staffelungen existieren bei Ikea weiterhin in der genannten Form.

Nach Angaben von Ikea werden in Deutschland derzeit 92,5 Prozent aller Einkäufe vor Ort durchgeführt. Der Anteil der Onlinebestellungen liegt bei lediglich 7,5 Prozent, soll aber wachsen. Das Wachstum im Onlinehandel soll nicht auf Kosten der lokalen Möbelhäuser gehen, so der Plan von Ikea.

Bestellungen über die Ikea-App

Ikea will bis Ende des Jahres eine überarbeitete App anbieten, über die Kunden dann auch Waren bestellen können, wie Reuters berichtet. Golem.de hat sich die Angaben bestätigen lassen. Reuters nennt einen Start der neuen App bis Ende des Jahres für Deutschland. Ikea Deutschland kann hier noch keinen genauen Termin nennen, in anderen Ländern soll die neue Ikea-App im September 2019 verfügbar sein und danach irgendwann nach Deutschland kommen. Das teilte Ikea Golem.de auf Nachfrage mit.

Zunächst will Ikea eine Basisversion der App veröffentlichen, wie wir von Ikea erfuhren. Diese soll dann auch unter Einbezug von Kundenrückmeldungen verbessert und erweitert werden. Denkbar sind unter anderem persönliche Empfehlungen für Einkäufe sowie die Integration von Elementen wie Place, einer Augmented-Reality-Funktion.

Damit soll die App dem Kunden zeigen, wie sich ein zu kaufendes Ikea-Möbelstück in der eigenen Wohnung macht. Die Place-Funktion wird bereits länger vom Möbelhaus in der App verwendet, aber ein direkter Kauf aus der App heraus war bisher nicht möglich.

Nach den Vorstellungen von Ikea werden Kunden die App auch nutzen, um Bestellungen später in einem Ikea-Shop abzuholen. Im Zuge dessen will Ikea mehr kleinere Shops in Innenstadtlagen eröffnen, damit Kunden diese besser erreichen können. Die Kunden sollen dann bestellte Möbel in diesen Läden abholen können. Die kleineren Läden werden nicht das gesamte Warensortiment haben, sollen aber mit allen Produkten beliefert werden können.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de
  3. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

norbertgriese 29. Mai 2019

Ich hab nie was online bestellt bei IKEA. Aber sicherlich über 35 Jahre verteilt einige...

plutoniumsulfat 28. Mai 2019

Wie denn sonst? Praktisch jeder hat nen Bekannten, der ihn mal hinfahren kann, somit...

Akaruso 28. Mai 2019

Ich weiß nicht wie weit die nächste Ikea-Filiale von dir entfernt ist. Aber wenn man die...

schipplock 28. Mai 2019

Ich will niemanden dazu bewegen bei IKEA online nicht zu kaufen, aber wer darüber...


Folgen Sie uns
       


The Outer Worlds - Fazit

Das Rollenspiel The Outer Worlds schickt Spieler an den Rand der Galaxie. Es erscheint am 25. Oktober 2019 und bietet spannende Missionen und Action.

The Outer Worlds - Fazit Video aufrufen
Handelskrieg: Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche
Handelskrieg
Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche

"Bitterkeit essen" heißt es in China, wenn schlechte Zeiten überstanden werden müssen. Doch so schlimm wie Donald Trump es darstellt, wird der Handelskrieg mit den USA für Chinas Technikbranche wohl nicht werden.
Eine Analyse von Finn Mayer-Kuckuk

  1. Smarter Türöffner Nello One soll weiter nutzbar sein
  2. Bonaverde Berliner Kaffee-Startup meldet Insolvenz an
  3. Unitymedia Vodafone plant großen Stellenabbau in Deutschland

Videospiellokalisierung: Lost in Translation
Videospiellokalisierung
Lost in Translation

Damit Videospiele in möglichst viele Länder verkauft werden können, müssen sie übersetzt beziehungsweise lokalisiert werden. Ein kniffliger Job, denn die Textdatei eines Games hat oft auf den ersten Blick keine logische Struktur - dafür aber Hunderte Seiten.
Von Nadine Emmerich

  1. Spielebranche Entwickler können bis 2023 mit Millionenförderung rechnen
  2. Planet Zoo im Test Tierische Tüftelei
  3. Förderung Spielentwickler sollen 2020 nur einen "Ausgaberest" bekommen

Mi Note 10 im Hands on: Fünf Kameras, die sich lohnen
Mi Note 10 im Hands on
Fünf Kameras, die sich lohnen

Mit dem Mi Note 10 versucht Xiaomi, der Variabilität von Huaweis Vierfachkameras noch eins draufzusetzen - mit Erfolg: Die Fünffachkamera bietet in fast jeder Situation ein passendes Objektiv, auch die Bildqualität kann sich sehen lassen. Der Preis dafür ist ein recht hohes Gewicht.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Sicherheitslücke Forscherin kann smarte Futterstationen von Xiaomi übernehmen
  2. Mi 9 Lite Xiaomi bringt Smartphone mit Dreifachkamera für 300 Euro
  3. Mi Smart Band 4 Xiaomis neues Fitness-Armband kostet 35 Euro

    •  /