Abo
  • Services:

Onlinehandel: Heute sind fünf Amazon-Standorte im Streik

In dieser Woche geht es rund bei Amazon, das seit drei Jahren Gespräche mit den Streikenden verweigert. Gestern waren 1.100 Versandarbeiter im Streik, heute kam Leipzig dazu.

Artikel veröffentlicht am ,
Streikende bei Amazon
Streikende bei Amazon (Bild: Verdi bei Amazon)

Mit Leipzig ist heute der fünfte Amazon-Standort in den Streik getreten. Das sagte Verdi-Sprecher Thomas Voß Golem.de auf Anfrage. Seit gestern sind in der Frühschicht Bad Hersfeld, Rheinberg und Werne im Arbeitskampf. Mit der Mittagsschicht ging auch Koblenz in den Streik.

Stellenmarkt
  1. Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn
  2. Wacker Chemie AG, München

"Es wird noch weitere Überraschungen geben in dieser Woche", erklärte Voß. Der Verdi-Vorstand habe den einzelnen Standorten die Freigabe erteilt, flexibel in den Arbeitskampf einzutreten. Voß: "Gestern waren 1.300 Arbeiter in der Frühschicht und Spätschicht an dem Streik beteiligt. Das ist leicht höher als beim letzten Mal."

Es geht den Beschäftigten um eine etwas höhere Bezahlung, Urlaubsgeld und tarifliches Weihnachtsgeld durch einen Tarifvertrag. Nach Tarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel Sachsen bekämen die Amazon-Mitarbeiter 30 Arbeitstage Urlaub und ein Urlaubsgeld von 1.075 Euro. Weihnachtsgeld in Höhe von 1.013 Euro, eine 38-Stunden-Woche und sechs Wochen Urlaub seien in der Branche üblich. Amazon zahle kein Urlaubsgeld und gewährt ab 2016 nur noch 28 Arbeitstage Urlaub.

Urlaubsgeld und ein paar Tage mehr frei

"Jeder Tag mehr an Erholungsurlaub ist bei der körperlich sehr belastenden Arbeit wichtig und dient der Gesundheit. Amazon-Beschäftigte wollen sich in ihrem Urlaub auch etwas leisten können und haben ein Urlaubsgeld verdient. Bei dem monatlichen Verdienst, der für die langjährig beschäftigten Versandmitarbeiter in Bad Hersfeld bei 1.913 Euro brutto liegt, ist es kaum möglich, für eine Urlaubsreise etwas zurückzulegen", sagte Verdi-Streikleiter Thomas Schneider in Leipzig. Der Kampf dauert bereits seit über drei Jahren. Amazon lehnt jedes Gespräch mit der Gewerkschaft ab.

Amazon Deutschland hat den neuen Arbeitskampf auf Anfrage von Golem.de nicht kommentiert. Laut bisheriger Konzerndarstellung werden an allen Standorten in Deutschland mindestens 10 Euro brutto pro Stunde gezahlt, im Durchschnitt in Deutschland 10,40 Euro brutto pro Stunde bei 38,75 Stunden pro Woche. Hinzu kommen Bonus, Weihnachtsgeld, Mitarbeiteraktien, Gratisversicherungen, ein Pensionsfonds und Mitarbeiterrabatte.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. auf ausgewählte Corsair-Netzteile
  3. und 4 Spiele gratis erhalten

christoph89 23. Jun 2016

Zumal ich als Kunde sogar Verständnis hätte...

MaGru 22. Jun 2016

Es wird für einen Tarifvertrag im Einzel- und Versandhandel gestreikt. Weil Amazon einer...

Lemo 21. Jun 2016

Weil es aus der menschlichen Sicht für andere Berufsgruppen Mist ist, da sie einfach...

jungundsorglos 21. Jun 2016

Wenn sich das "Proletariat" mit solchen Zuständen glücklich schätzt, ist das nicht nur...

MaGru 21. Jun 2016

Ei der Daus! Was nicht alles in einem Tarifvertrag (um den es in diesem Arbeitskampf...


Folgen Sie uns
       


Xbox E3 2018 Pressekonferenz - Golem.de Live

Große Gefühle beim E3-2018-Livestream von Microsoft: Erlebt mit uns die Ankündigungen von Halo Infinite, Gears 5, Sekiro, Cyberpunk 2077 und vielem mehr.

Xbox E3 2018 Pressekonferenz - Golem.de Live Video aufrufen
Elektromobilität: Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen
Elektromobilität
Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen

Die Anschaffung eines Elektroautos scheitert häufig an der fehlenden Lademöglichkeit am heimischen Parkplatz. Doch die Bundesregierung will vorerst keinen eigenen Gesetzesentwurf für einen Anspruch von Wohnungseigentümern und Mietern vorlegen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. ID Buzz und Crozz Volkswagen will Elektroautos in den USA bauen
  2. PFO Pininfarina plant Elektrosupersportwagen mit 400 km/h
  3. Einride Holzlaster T-Log fährt im Wald elektrisch und autonom

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

    •  /